Das aktuelle Wetter Essen 12°C
Ehrenamt

Bürgerbusverein ehrt 150 000. Fahrgast

31.10.2012 | 17:12 Uhr
Bürgerbusverein ehrt 150 000. Fahrgast
Blumen gab es für Inge Lewandowski, den 150.000 Fahrgast des Bürgerbusses.

Haarzopf.   Den 150 000. Fahrgast konnte der Bürgerbusverein Haarzopf, Margarethenhöhe, Rüttenscheid jetzt mit Inge Lewandowski begrüßen. Rund 70 Personen nutzen täglich den Kleinbus, der von Ehrenamtlichen gefahren wird. Der Vereinsvorsitzende Hans Zilles freut sich über die gute Akzeptanz des Angebotes, das seit August 2005 besteht. Für die Zukunft wünscht er sich eine neue Streckenführung.

Grund zum Feiern hatte der Bürgerbusverein Haarzopf/Margarethenhöhe/Rüttenscheid: Als 150 000. Fahrgast konnte der Vorsitzende Hans Zilles jetzt Inge Lewandowski begrüßen. Inge Lewandowski, die Mehrfahrtentickets und einen Blumenstrauß überreicht bekam, ist eine Mitarbeiterin von Grün und Gruga, die den Bürgerbus regelmäßig nutzt und mittags oft am Silberkuhlshof zusteigt.

Insgesamt können sich die Fahrgastzahlen des Bürgerbusses, der am 15. August 2005 als 63. Bürgerbus in Nordrhein-Westfalen startete, sehen lassen. So verzeichnet der Verein jährlich rund 25 000 Fahrgäste. Täglich nutzen im Schnitt 70 Bürger das Angebot, das damals als Ergänzung des Angebotes der Essener Verkehrs AG entstand und Strecken abfährt, die für die Evag nicht rentabel sind.

Der Bus verkehrt in der Regel täglich zwischen 7.15 und 19.44 Uhr und wird ausschließlich von Ehrenamtlichen gefahren. Die Tickets für die Fahrt im Kleinbus mit acht Plätzen kosten zwischen einem und zwei Euro. Laut Hans Zilles haben etwa ein Drittel der Fahrgäste das Ziel Alfried-Krupp-Krankenhaus. Einige nutzen die Verbindung zwischen der Margarethenhöhe und Haarzopf - nicht nur, um in der Neuen Mitte Haarzopf einzukaufen. Andere fahren nach Rüttenscheid, zur Gruga, zu Messen oder zu den Kneipen auf der Rü.

Zilles wünscht sich für die Zukunft eine Streckenführung über die neue Messeallee und die Lotharstraße zur Flora statt über die wenig genutzte Haltestelle Am Alfredusbad. „Das wäre das Sahnehäubchen der Bürgerbuslinie“, so der Vorsitzende. „Ein Versuchsballon wäre morgens und nachmittags die zweimalige Verlängerung der Bürgerbuslinie als ,Schuirweglinie’ über Ruhmbach, Eststraße, das Gartencenter Schley, Schauinsland, die Landesanstalt für Immissionsschutz, Wallneyer Straße, Sternwarte, Ruhrlandstraße, Löwental bis zum Restaurant Am Staadt“, so Zilles weiter.

Das wäre, ist der Vorsitzende überzeugt, fahrplanmäßig in einem Rutsch machbar. Diese verlängerte Linie entspräche dann dem, was viele Bürgerbusse auf dem Land leisteten, nämlich wenig besiedelte Gebiete anzufahren, die sich für große Linienbusse wirtschaftlich nicht rechneten. Fahrdienstleiter Hans-Dieter Pfaff sieht dabei jedoch ein Problem: „Wo soll ich ein weiteres Dutzend Fahrer herbekommen? Und ein zweites Fahrzeug?“ Bei der bisher so guten Resonanz auf die Arbeit des Bürgerbusvereins lässt sich aber vielleicht auch dafür eine Lösung finden.


Kommentare
03.11.2012
20:41
Bürgerbusverein ehrt 150 000. Fahrgast
von Spatenklopper | #1

Nette Geste, aber verkehrte Welt.
Eigentlich hätten die 150.000 Fahrgäste den Bürgerbus ehren müssen.

Umfrage
Die A40 und A52 im Essener Osten sind seit Mittwochabend gesperrt. Dort muss ein alter Bergbauschacht verfüllt werden. Wie reagieren Sie?

Die A40 und A52 im Essener Osten sind seit Mittwochabend gesperrt. Dort muss ein alter Bergbauschacht verfüllt werden. Wie reagieren Sie?

 
Aus dem Ressort
Nachwuchsjäger räumen im Waldpark auf
Initiative
Junge Jägerinnen und Jäger bereiten den Naturerlebnispfad in Stadtwald für die Saison vor. Engagement in der Natur ist für den Nachwuchs der Kreisjägerschaft selbstverständlich. Der Anteil der jagenden Frauen nimmt zu.
Einbrecher (21) ließ sich in Essener Supermarkt einschließen
Kriminalität
Ein 21-jähriger Einbrecher hat sich offenbar in der Nacht zu Mittwoch in einen Supermarkt in Essen-Holsterhausen einschließen lassen. Doch dann löste die Alarmanlage aus und die Polizei entdeckte den Mann, während er versuchte, sich zwischen Leergut zu verstecken.
Nächster Anlauf für dritte Gastronomie im Christinenpark
Außengastronomie
Das Restaurant Balthazar plant schon lange einen Außenbereich im Christinenpark. Dafür müssten die Nachbarn, Miamamia und Lorenz, aber eventuell einen Teil ihrer Flächen abgeben. Denn viele Politiker wollen bewirtschaftete Fläche nicht vergrößern.
Bürgerschaft Margarethenhöhe hofft auf mehr aktive Helfer
Vereine
Altfrid Koßmann ist neuer Vorsitzender der Bürgerschaft Margarethenhöhe. Er will die Veranstaltungen, die seine Vorgänger ins Leben riefen, fortführen, setzt aber dabei auf stärkeres Engagement der Mitglieder. Ein Problem im Stadtteil bleibt die Toiletten-Frage.
Gehbehinderter Mieter hofft auf eine Rollstuhl-Rampe
Soziales
Der Holsterhauser Wolfgang Arnold ist seit einem Schlaganfall schwer geh- und sehbehindert. Wegen der Treppen vor dem Hauseingang kommt er kaum noch nach draußen. Er appelliert an den Vermieter Deutsche Annington, eine Rampe anzulegen.