Brigitte Harti führt die CDU im Stadtbezirk

Brigitte Harti ist Vorsitzende der CDU - Margarethenhöhe und führt jetzt auch die CDU im Stadtbezirk.
Brigitte Harti ist Vorsitzende der CDU - Margarethenhöhe und führt jetzt auch die CDU im Stadtbezirk.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Margarethenhöhe , Brigitte Harti, hat ein neues Amt übernommen. Ein Mandat ist für die Beamtin tabu.

Essen-Margarethenhöhe..  Politik für die Menschen vor Ort zu machen, ist für sie eine Herzensangelegenheit. Seit Mai 2012 ist Brigitte Harti Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Margarethenhöhe. Jetzt hat sie ein weiteres politisches Ehrenamt inne: Die 53-jährige Essenerin wurde zur Stadtbezirksvorsitzenden der CDU gewählt, ist jetzt für die fünf Ortsverbände Haarzopf, Holsterhausen, Frohnhausen, Altendorf und Margarethenhöhe zuständig.

„Wie man das Amt ausfüllt, liegt auch an einem selbst“, sagt sie. „Ich muss die Interessen der Ortsverbände bündeln, ihre Positionen zu Kandidaten- und Standortfragen oder zur Flächenentwicklung gegenüber der Kreispartei vertreten“, so Harti. Ihr sei es wichtig, die Vereine und Verbände in den anderen Stadtteilen, ihre Aktivitäten und Probleme kennenzulernen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, egal, ob beim Schützenfest oder beim Bürgerspaziergang. In den kommenden Monaten geht sie deshalb auf Tour durch den Bezirk.

Brigitte Harti sieht ihr neues Amt als Herausforderung. Mitzugestalten mache ihr Spaß, auch wenn die politischen Ämter inzwischen einen Großteil ihrer Freizeit einnehmen. „Wenn der Partner da nicht mitzieht, klappt das nicht“, sagt sie. Als sie im Ortverband antrat, war eines ihrer Hauptanliegen, dem Markt auf der Margarethenhöhe neuen Schwung zu verleihen. „Das ist ja inzwischen auf einem guten Weg“, freut sie sich.

Jetzt will sie sich verstärkt dafür einsetzen, dass die Toilettenfrage gelöst wird: „Die Margarethenhöhe zieht viele Touristen an. Da muss es eine Toilette geben.“ Das dürfe nicht an den Reinigungskosten scheitern. Auch die Verkehrssicherheit auf der Sommerburgstraße und der Margarethenbrücke sind ihr wichtig. Harti: „Vor Ort kann man politisch viel bewegen.“

„2002 bin ich in die CDU eingetreten, weil das sowieso immer meine politische Richtung war“, sagt Harti. Nicht ganz unschuldig an diesem Schritt seien starke CDU-Frauen gewesen. „Ingeborg Schrader, Jutta Eckenbach und Susanne Asche haben mich beeindruckt.“

Wer sich so engagiert, strebt meist höhere politische Ämter an. Doch ein Mandat in Bezirksvertretung oder Rat ist für die Verwaltungsfachwirtin tabu. Der Grund: Sie arbeitet als Beamtin bei der Stadt, ist seit 2013 Verwaltungsbeauftragte der Bezirksvertretung IX für Kettwig, Werden und Bredeney. „Diese Funktion und ein politisches Mandat schließen sich aus. Mir ist sehr wichtig, diese beiden Dinge strikt zu trennen. Die Arbeit im Rathaus Kettwig ist Beruf, die Politik mein Hobby“, betont Brigitte Harti. Als Verwaltungsbeauftragte ist sie Bindeglied zwischen Verwaltung und Politik, bereitet die Sitzungen der Bezirksvertretung vor und nach, beantwortet Bürgeranfragen, kümmert sich um Zuwendungsanträge und vieles mehr.

Während ihrer früheren Tätigkeit im Sozialamt habe sie 1997 die Pflegeberatungsstelle mit aufgebaut, so Harti. Da ihre Eltern aus Kroatien stammen, lägen ihr Themen wie Integration und interkulturelle Seniorenarbeit besonders nahe: „Ältere Migranten brauchen Ansprechpartner bei Fragen rund um die Themen Rente, Schwerbehindertenausweise, Gesundheit und Pflegeversicherung“, weiß Brigitte Harti aus Erfahrung.