Bredeneyer Grashofgymnasium sprengt Grenzen

Aktuell laufen in der Aula die letzten Proben vor der Premiere am 6. März. Schüler aller Klassen sind an dem Tanzprojekt beteiligt.
Aktuell laufen in der Aula die letzten Proben vor der Premiere am 6. März. Schüler aller Klassen sind an dem Tanzprojekt beteiligt.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Mehr als 200 Schüler, Lehrer und Eltern sind am Mammut-Projekt „Grashof tanzt“ beteiligt, das vom 6. bis 9. März in der Schulaula zu sehen ist.

Essen-Bredeney..  Barfuß in die Schule? Schrittfolgen statt Vokabeln auswendig lernen? Sich zum laut aufgedrehten Dauer-Ohrwurm „Happy“ von Pharrell Williams einmal so richtig gehen lassen, ohne dafür eine Ermahnung zu kassieren? Das Projekt „Grashof tanzt“ versetzt das Bredeneyer Gymnasium wieder in den Ausnahmezustand. Mehr als 200 Schüler, Lehrer und Eltern sind an dem Mammutprojekt beteiligt, dessen kulturell hoher Anspruch sich mittlerweile herum gesprochen hat.

Von Ballett bis Hip-Hop

Termine und Karten

Zwei der Protagonisten sind Lea Meier und Fabian Freistühler. Obwohl die guten Freunde und Klassenkameraden mitten in der Vorbereitung für ihr Abitur stecken, nehmen sie den zusätzlichen Probestress von „Grashof tanzt“ gern in Kauf. „Das Projekt ist im Gegenteil ja ein Fliehen aus dem Schulstress, ein Ausgleich für uns. Es ist einfach ein schönes Gefühl mit der gesamten Schule so etwas Großes auf die Beine zu stellen“, sagt Lea, die schon als Fünftklässlerin dabei war. Gemeinsam mit Fabian wird sie einen Paartanz aus dem Bereich des Modern Dance auf die Bühne bringen – ein kleines Puzzle in dem gut zweieinhalbstündigen Stück.

Das steht in diesem Jahr unter dem Motto „Grenzenlos“ und wurde bis ins Detail von engagierten Lehrern durchchoreographiert. „Es geht darum, Grenzen zu überschreiten, über sich hinaus zu wachsen. Gefühle, Religionen, Musikrichtungen – alles fließt ineinander über“, erklärt Lehrer Thomas Grömling. So wird es Klassik von Chopin ebenso zu hören geben wie aktuelle Hits von Kraftklub oder Rock’n’Roll der Fünfziger.

Auch für das Kollegium eine Herzensangelegenheit

Dass auch das Kollegium sichtlich Spaß an dieser Grenzenlosigkeit hat, zeigt sich bei den letzten Proben, die aktuell laufen. Voller Enthusiasmus spornt etwa Sport- und Englischlehrerin Carina Tewes die riesige Gruppe an, die gemeinsam zu „Happy“ tanzt. Auch für ihre Kollegin Hillen Rasmus, die im Hintergrund die Fäden spinnt, ist „Grata“, wie es kurz heißt, eine Herzensangelegenheit. „Die Kostüme werden selbst genäht, selbst ein Roboter der Technik-AG kommt in diesem Jahr zum Einsatz. Durch Grata wird eine völlig neue Identifikation mit unserer Schule möglich“, sagt Hillen Rasmus. Grata sei ein wichtiger Bestandteil der Kulturarbeit an der Schule. Die Kinder und Jugendlichen könnten dadurch nicht zuletzt neue Seiten an sich und anderen entdecken, sagt Rasmus: „Viele Schüler verändern sich beim Tanzen, sind etwa nicht mehr so schüchtern wie im Unterricht und trauen sich mehr An erster Stelle steht, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.“