BMV-Schülerinnen absolvieren Sicherheitstraining im Netz

Trainer Jörg Kabierske erklärte, wie Sicherheit  am PC und Handy funktioniert.
Trainer Jörg Kabierske erklärte, wie Sicherheit am PC und Handy funktioniert.
Foto: Essen
Was wir bereits wissen
Der Sicherheits-Trainer Jörg Kabierske gab an der BMV-Schule Tipps zum sicheren Umgang mit neuen Medien. Auch Eltern sollen geschult werden.

Essen-Holsterhausen..  Sind die BMV-Schülerinnen mit Vorsicht im Netz unterwegs oder unterschätzen sie die Gefahren, die dort lauern? Soziale Netzwerke und Apps sowie ihre Sicherheitslücken sind an dem Holsterhauser Gymnasium wie an anderen Schulen derzeit ein großes Thema. „Hier sind zwar zum Glück noch keine größeren Probleme aufgetreten, aber man kümmert sich besser früh genug darum“, sagt Lehrer Andreas Gerleve, Mitglied in der Schülervertretung (SV). Deshalb hat er mit Kollegen zusammen einen Experten an die Schule eingeladen, den Sicherheits-Trainer Jörg Kabierske aus Regensburg. Im Rahmen des von ihm selbst entwickelten Medien-Sicherheitstrainings „Klicksalat“ wies Kabierske die Schülerinnen der Klassen 8 und 9 auf Gefahren im Netz hin, gab ihnen Tipps zum eigenen Schutz und dem sicheren Umgang mit den neuen Medien.

Auf die Verschlüsselung achten

So einfach es sei, eine Nachricht in Umlauf zu bringen, so schwer sei es, sie aus dem System wieder zu löschen. „Manchmal ist man schon überrascht, was alles plötzlich im Netz landen kann. Da muss man echt aufpassen“, erkennt Schülerin Carolin (13) im Training.

Um einer Veröffentlichung und dem Kursieren privat versandter Nachrichten vorzubeugen, sollte man auf Verschlüsselungsmöglichkeiten bei Apps achten, rät der Trainer. „Der erste Schritt ist, dass man sich mit dem Thema auseinandersetzt. Und da setzen wir in der Schule mit dem Training an“, erläutert Gerleve. Ein solches Training könne da auf jeden Fall helfen. Kabierske sprach unter anderem das wichtige Thema Cybermobbing an. „Konflikte sollte man nicht über Apps klären, sondern lieber im persönlichen Gespräch“, gibt er den Mädchen mit auf den Weg.

Die 13-jährige Carolin hat noch keine schlimmen Erfahrungen im Internet und mit Apps gemacht. Trotzdem will sie in Zukunft noch besser auf ihre Präsentation im Netz Acht geben. Der Experte zeigte den Mädchen, was man vom eigenen Profil öffentlich erkennen kann und versuchte so ihren Blick für den Schutz der Privatsphäre noch weiter zu schärfen. „Vieles war mir so noch gar nicht bewusst, aber ich nutze aus Sicherheitsgründen auch lieber SMS für kurze Nachrichten als Apps“, sagt Schülerin Joana (14).

In drei Gruppen eingeteilt nutzten die Klassen das Programm. Andreas Gerleve erläuterte: „Für das Thema Sicherheit im Netz wollen wir nicht nur die Schülerinnen, sondern auch die Eltern sensibilisieren und werden dazu im Februar auch einen Elternabend mit Expertenbesuch anbieten.“