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Beginenhof öffnet mit „Machwatt“ einen Raum für Ideen

23.01.2015 | 08:00 Uhr
Beginenhof öffnet mit „Machwatt“ einen Raum für Ideen
Das „Machwatt“ soll Treffpunkt für Bewohner, Nachbarn und Mieter sein: (v.l.) Erica Wösting, Norman Richter, Daniela Schulze, Ulrike Friebel, Ilse Timmer, Waltraud Pohlen und Linda Olschowka.Foto: Kerstin Kokoska

Essen-Rüttenscheid.   Mit „Machwatt“ öffnet der Beginenhof sein ehemaliges Café für alle mit Ideen. Denn die Nachfrage nach günstigen Räumen im Stadtteil ist groß.

Es duftet fantastisch nach Mittagessen. An den Tischen lässt sich ein bunter Mix aus Nachbarn, Neugierigen und Beginen gerade Geschnetzeltes schmecken. Obwohl der offene Mittagstisch für alle erst zum dritten Mal angeboten wird, ist die Resonanz groß. „Machwatt“ heißt das neue Projekt im ehemaligen Café des Beginenhofs.

Unterstützung durch den Allbau

Lokales
Wohnprojekt für Frauen

Der Beginenhof ist seit sieben Jahren ein Wohnprojekt für Frauen. Gleichzeitig werden die Räume für Kulturveranstaltungen genutzt. In dem ehemaligen Finanzamt Süd sind zudem diverse Praxen und Therapeuten zu Hause. Seit Sommer 2012 ist der Allbau Eigentümer.

Alle, die Interesse an „Machwatt“ haben und die Räume nutzen möchten, sind an jedem dritten Freitag von 18 bis 20 Uhr an die Goethestraße 63-65 eingeladen – erstmals am heutigen Freitag, 23. Januar. Infos:  714 512 oder per E-Mail: info@ beginenhof-essen.de.

Nachdem dessen Pächterin im Frühjahr 2013 das Handtuch geworfen hatte, standen die modernen Räume leer, war die Nachbarschaft an der Goethestraße eines Treffpunkts beraubt. „Wir haben lange überlegt, wie wir das Café neu beleben können“, erklärt Waltraud Pohlen vom Beginenhof. Sie organisierte Möbelspenden, in Eigenregie richteten die Frauen das Café neu her. Jetzt soll es allen zur Verfügung stehen, die eine Idee umsetzen oder sich für etwas engagieren wollen. Auch die Eigentümerin des Beginenhofs, die Wohnungsgesellschaft Allbau, zieht mit und stellt die Räume zunächst für zwei Jahre mietfrei zur Verfügung. „Die kommerzielle Nutzung hat sich hier als schwierig erwiesen. Von diesem Projekt aber versprechen wir uns eine Menge, auch für die Nachbarschaft“, sagt Linda Olschowka, die für den Allbau im Bereich „Neue Wohnformen“ tätig ist. Wer das „Machwatt“ nutzen möchte, zahlt lediglich einen kleinen Energie-Beitrag.

„Der Start war ermutigend. Kurz nach der Eröffnung im Dezember gibt es mittlerweile einen Baby-Elterntreff, eine Spielegruppe, eine Gruppe, die sich zum Singen trifft und einen Kaffee-und-Kuchen-Nachmittag“, zieht Ulrike Friebel, die das Projekt koordiniert, eine positive erste Bilanz. Nahezu täglich gingen mittlerweile Anfragen ein. Dabei behalten sich die Beginen jedoch die Auswahl vor. „Die Gruppen müssen natürlich auch zu uns passen“, sagt Friebel. Der offene Mittagstisch etwa war eine Idee der Freien Alten- und Krankenpflege (FAK), die Büroräume im Beginenhof angemietet hat. Die Eltern-Kind-Gruppe kam vor allem durch die dort ebenfalls beheimatete Hebammenpraxis zu Stande. In Planung sind noch Tauschgruppen, Slow-Food-Treffen, Lesungen und demnächst auch die Ausstellung einer Folkwang-Studentin. Waltraud Pohlen: „Wir sehen das Machwatt als Experiment und Wohnzimmer für den Stadtteil.“

Jennifer Schumacher

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Beginenhof öffnet mit „Machwatt“ einen Raum für Ideen
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/sued/beginenhof-oeffnet-mit-machwatt-einen-raum-fuer-ideen-id10264515.html
2015-01-23 08:00
Süd