Baustart für 56 neue Wohnungen an der Veronikastraße

Auf der Fläche zwischen Messeparkplatz und Veronikastraße hat der Bau von 56 neuen Eigentumswohnungen begonnen.
Auf der Fläche zwischen Messeparkplatz und Veronikastraße hat der Bau von 56 neuen Eigentumswohnungen begonnen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Eine von der Stadt lange geplante Straße samt Radweg und Parkaum neben dem Neubau liegt aber weiter auf Eis. Nun macht die Bezirkspolitik Druck.

Essen-Rüttenscheid..  Gut ein halbes Jahr später als geplant haben die Bauarbeiten für 56 neue Eigentumswohnungen an der Veronikastraße begonnen. Grund für die Verzögerung ist die Entwässerungsproblematik im Walpurgistal, weswegen die Bezirksregierung Düsseldorf zunächst einen Baustopp verlangt hatte.

Fertigstellung Mitte 2017

Immobilienentwickler Hopf steht hinter dem Projekt mit dem Namen „Rü Nuvo“. Die meisten der 90 bis 120 Quadratmeter großen Wohnungen sind demnach bereits verkauft. „Für jede Wohnung hatten wir zwei bis drei Anfragen“, so Klaus Sälzer, Geschäftsführer der Hopf-Gruppe, die für das Projekt 20 Millionen Euro in die Hand nimmt. Bis Mitte 2017, so die Schätzung, sollen die vier Stadthäuser bezugsfertig sein.

Parallel wurde auch mit den Arbeiten für eine neue Zufahrtsstraße zwischen Veronikastraße und Messeparkplatz begonnen. So soll nach Angaben der Messe sichergestellt werden, dass Besucher und Aussteller trotz der Bauarbeiten auch künftig problemlos Messeparkplatz und -gelände erreichen. Dabei handelt es sich aber wohl eher um ein Provisorium und nicht die seit langem geplante Straße mit Parkplätzen, Bäumen und einem kombinierten Rad- und Wanderweg. Der soll von der Veronikastraße aus gesehen parallel zur Girardetstraße verlaufen. Warum die Arbeiten nun nicht in „einem Abwasch“ erledigt werden, darauf kann die Stadt bislang keine Antwort liefern. Die noch nicht öffentlich gemachten Pläne liegen dabei schon länger in der Schublade. „Es ist geplant, auf lange Sicht den Radweg Grugatrasse an dieser Stelle aufzunehmen. Wann das geschehen könnte, ist allerdings noch unklar“, so Stadtsprecherin Jeanette von Lanken.

Öffentlicher Parkraum gefordert

Dabei liegt auch der Bezirksvertretung II eine möglichst schnelle Erschließung der Straße am Herzen – nicht nur aufgrund ihres Freizeitwertes. So haben alle Fraktionsvorsitzenden des Stadtteilparlaments einen Antrag unterschrieben, in dem sie für die neue Straße möglichst viele öffentliche Parkplätze fordern. Im gesamten Umfeld an der Veronikastraße werde akuter Parkplatzmangel beklagt. Deswegen schlagen alle Parteien der BV II Parkstreifen auf beiden Seiten der neuen Straße vor. Der Antrag ist auch Thema der nächsten Sitzung am 25. Juni. „Vor allem mit Rücksicht auf die Anlieger sollte man diese Chance nutzen“, heißt es in dem Antrag weiter.

Dabei steht nicht zu befürchten, dass sich der ohnehin enorme Parkdruck durch den Neubau erheblich verschärfen wird. So entsteht auf der Fläche neben den vier Gebäuderiegeln in den nächsten Wochen auch eine Tiefgarage für die neuen Bewohner.