Baukonzern Bilfinger wächst in Rellinghausen

Feierten den Neuanfang der Shared Services GmbH: Bürgermeister Rudolf Jelinek und Konzernvorstand Joachim Müller (vorn, v.l.). Auch Geschäftsführer Uwe Kasties  (Bildmitte)und Standortleiter Jürgen Gilhaus (2.v.r.) betonten die Bedeutung Essens für Bilfinger.
Feierten den Neuanfang der Shared Services GmbH: Bürgermeister Rudolf Jelinek und Konzernvorstand Joachim Müller (vorn, v.l.). Auch Geschäftsführer Uwe Kasties (Bildmitte)und Standortleiter Jürgen Gilhaus (2.v.r.) betonten die Bedeutung Essens für Bilfinger.
Foto: Essen
Was wir bereits wissen
Bilfinger eröffnet eine neue Zentrale der Shared Services GmbH an der Schnabelstraße. 180 neue Mitarbeiter kümmern sich dort um Verwaltung.

Essen-Rellinghausen..  Zuwachs im Gewerbegebiet Schnabelstraße: Dort eröffnete Baukonzern Bilfinger SE gestern die neue Zentrale der Shared Services GmbH. Unter diesem Dach werden künftig sämtliche Prozesse im Finanz- und Rechnungswesen sowie die Entgeltabrechnungen der Konzerngesellschaften im Inland abgewickelt. Mindestens 180 neue Arbeitsplätze werden so geschaffen. Bundesweit will Bilfinger durch diese Bündelung jedoch die Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter reduzieren.

Zuvor hatten große Teile des durch Bergschäden teilweise abgesackten Gebäudes leer gestanden. Lediglich rund 50 Mitarbeiter der Bilfinger Hochbau hatten einige Büros genutzt. Auch Teile der Stadtwerke waren bis zu ihrem Umzug in die neue Konzernzentrale nach Rüttenscheid im Jahr 2010 dort untergebracht.

Der Konzern Bilfinger, dessen Hauptsitz in Mannheim ist, unterstreicht damit seine lange Verbundenheit zum Standort Essen, die schon seit 1927 währt. An der Schnabelstraße besitzt Bilfinger die größte Gewerbefläche. Das Gebäude, das dort 1993 errichtet wurde, war in Zusammenarbeit mit den Tiefbau-Kollegen in den vergangenen vier Monaten einer Rundumerneuerung unterzogen worden. So musste ein Gebäudeteil wegen der Bergbauschäden angehoben werden. Am wichtigsten war aber wohl der Innenausbau: kleine Räume wichen lichten Großraumbüros, die die ersten 110 Mitarbeiter bereits bezogen haben. Viele von ihnen wurden vom Bilfinger-Standort in Oberhausen zusammengezogen. Die 70 verbleibenden Arbeitsplätze sollen jetzt so schnell wie möglich besetzt werden. Gesucht werden dabei vor allem Fachkräfte aus dem Finanz- und Rechnungswesen. „Wir haben uns auch für Essen entschieden, weil die Stadt ein ansprechendes Umfeld für Fachkräfte bietet – und sie als Unistandort auch selbst hervorbringt“, so Geschäftsführer Uwe Kasties.

„Spaten und Maurerkelle setzen auch in Zukunft keinen Rost an“

Das hörte auch Bürgermeister Rudolph Jelinek gern, der die Chance nutzte, um die neuen Mitarbeiter für Essen zu erwärmen. „Anstatt jeden Tag zu pendeln, können Sie auch hierher ziehen – hier lässt es sich nicht nur gut wirtschaften, sondern auch gut leben“, so Jelinek. Darüber hinaus versicherte er, dass „Spaten und Maurerkelle auch in Zukunft keinen Rost ansetzen“, es noch viele Projekte in Essen zu realisieren gebe.

Bilfinger war unter anderem am Bau des Einkaufszentrums Limbecker Platz und der neuen Thyssen-Krupp-Zentrale beteiligt.

Auch die Essener Wirtschaftsförderung (EWG) begrüßt die Erweiterung Bilfingers in Rellinghausen. Das Gewerbegebiet an der Schnabelstraße sei in den vergangenen Jahren aus sich heraus gewachsen, so EWG-Sprecherin Claudia Peters: „Wir denken, dass es in diesem Gebiet in den nächsten Jahren noch Entwicklungspotenzial gibt, die Mischung dort ist gut.“