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Banditenbar beerbt „Soul Hell Café“ in Rüttenscheid in Essen

07.08.2012 | 17:26 Uhr
Gabriel Gedenk und Stella Sotgia ziehen mit ihrer Banditenbar in die Räume des „Soul Hell Café“, das

Essen-Rüttenscheid.   Wandel an der Cäcilienstraße in Rüttenscheid: Stella Sotgia und Gabriel Gedenk ziehen mit ihrer Bar „Banditen wie wir“ in die Räume des „Soul Hell Café“, das am 18. August zum letzten Tanz bittet. Außerdem schließt das „King Pondo“ - dafür kommt eine spanische Tapas-Bar.

Zuerst die schlechte Nachricht: Die Bar „Banditen wie wir“ an der Cäcilienstraße 8 schließt zum 1. Oktober. Und nun die Gute: Die „Banditenbar“, wie sie liebevoll von ihren Gästen genannt wird, eröffnet nur wenige Tage später an der Kahrstraße neu - und zwar in der bisherigen Heimat des „Soul Hell-Café“ .

Ein Standortwechsel, der für die Betreiber Stella Sotgia und Gabriel Gedenk mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden ist. Sechs Jahre lang betrieben die beiden ihren Laden zwischen Isenbergviertel und Rüttenscheid – und erinnern sich an eine schöne Zeit in ihrem „Wohnzimmer“ mit Kamin und den charmanten Sofas im Biedermeier-Stil: „Als wir den Laden damals renoviert haben, hatten wir noch kein Auto und haben die Farben aus dem Baumarkt mit dem Fahrrad hierher transportiert“, blickt Stella Sotgia auf den Oktober 2006 zurück.

„Der Umzug ist einfach die vernünftigste Lösung“

King Pondo schließt

Die Kneipe „King Pondo“ schließt nach vier Jahren Ende August.

Die Räumlichkeiten übernimmt Thorsten Fehr, der dort Mitte September die Tapas-Bar „Viva la vida“ eröffnen will, in der alle Tapas drei Euro kosten.

Fehr betrieb bereits das „Café del Mar“ am Rüttenscheider Stern.

Aber in der Bar stecken nicht nur eine Menge Arbeit und Zeit, sondern auch eine gehörige Portion Herzblut. „Ich gehe eigentlich nur ungerne hier raus“, sagt Stella Sotgia. Wer ihre Räume beerben wird, ist noch unklar. „Der Umzug ist einfach die vernünftigste Lösung“, erklärt Gabriel Gedenk und spricht zwar von einem guten Verhältnis zu den Nachbarn, aber eben auch davon, dass die Mitbewohner den Lautstärkepegel nicht immer akzeptieren konnten. Zwar gab es zuletzt auch im „Soul Hell-Café“ Lautstärkebeschwerden. Im Gegensatz zu ihren Vormietern wollen die „Banditen“ aber keine Rock-Partys und Punk-Konzerte veranstalten.

Vielmehr wollen sie ihren Gästen - wie bisher - nette Abende mit Musik in „Zimmerlautstärke“ bieten, wie sie sagen. An dem Konzept, das neben dem regulären Barbetrieb auch gelegentliche Lesungen und Ausstellungen vorsieht, wird sich nichts ändern – genauso wenig wie an der gemütlichen Einrichtung. Alle Möbel - und auch die Theke - kommen mit. Allerdings ist der neue Laden ein bisschen kleiner; so bleibt noch abzuwarten, ob das gesamte Mobiliar in dem neuen Zuhause aufgestellt werden kann. „Das werden wir dann sehen, wenn wir renovieren. Eventuell reißen wir noch die ein oder andere Wand ein“, erzählt Stella von den Plänen, zu denen auf jeden Fall auch verputzte Wände – die so charakteristisch an der Cäcilienstraße sind - gehören.

„Im ,Soul’ sind wir beide groß geworden“

Trotz einiger Umbauarbeiten in dem neuen Zuhause, versprechen die beiden aber einen (fast) reibungslosen Übergang: „Vielleicht müssen unsere Gäste drei, vier Tage auf uns verzichten, aber länger hoffentlich nicht.“ Was neben dem Lautstärke-Argument noch für den Standortwechsel spricht: „Wir haben dann einen größeren Außenbereich. An der Cäcilienstraße konnten wir ja nur eine kleine Bank vor die Tür stellen“ erzählt Gedenk und erwähnt im gleichen Atemzug die attraktivere Lage und die Nähe zur befreundeten Zweibar an der Rüttenscheider Straße.

So schließt sich dann auch irgendwie der Kreis: Gabriel Gedenk war in der „alten“ Zweibar (damals am Dohmannskamp) als Geschäftsführer tätig und: Er lernte Freundin Stella 2005 im „Soul“ kennen, als die Bar noch unter Leitung vom jetzigen Zweibar-Betreiber Phil Hinze stand. „Im ,Soul’ sind wir beide groß geworden“, lacht Gabriel. Die Kahrstraße 3 ist also durchaus ein bedeutungsvoller Ort für alle Banditen und die, die es noch werden wollen.

Raucher als Kunstwerke

Julia Bodlin

Kommentare
08.08.2012
12:46
Banditenbar beerbt „Soul Hell Café“ in Rüttenscheid in Essen
von HalloAusDemPott | #1

Sollte in diesem neuen Laden, genaus so viel Krach und Theater stattfinden wie im alten Schuppen, ist die Bude schneller zu als ihr denken könnt.

Die...
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4 Antworten
Banditenbar beerbt „Soul Hell Café“ in Rüttenscheid in Essen
von Talentfoerderer | #1-1

Seien Sie als (vermeintlicher) Anwohner doch lieber froh, dass "der Schuppen" endlich weg ist, als schon im Vorfeld wieder den Meckerkopp raushängen zu lassen.

Banditenbar beerbt „Soul Hell Café“ in Rüttenscheid in Essen
von rockcityruhr | #1-2

Ui Ui Ui, da ist aber einer schlecht drauf! Warum denn direkt so drohend? Wie wäre es denn erstmal mit "Herzlich Willkommen, auf gute Nachbarschaft" etc.?? Muss man denn immer direkt die Keule schwingen?

Gute Nachbarschaft??? Haha!
von Finnjet | #1-3

In unserer direkten Nachbarschaft haben die Anwohner sehr viel von der "guten Nachbarschaft" und können nachts kaum schlafen, weil die Musikanlage immer wieder für 10 Minuten voll aufgedeht wird. Die angerufene Polizei kommt erst nach 45 Minuten, wenn es wieder "still" ist, das Ordnungsamt macht seit Jahren nix, weil die immer auf "fehlende Polizeieinsätze" verweisen. Nur die Taxifahrer, die die Besoffenen morgens heimkarren, wundern sich, dass "sich die Anwohner das gefallen lassen"...
Tja, so schön ist es in Essen!

Banditenbar beerbt „Soul Hell Café“ in Rüttenscheid in Essen
von estrenc | #1-4

Sehr geehrter Finnjet, ich gehe mal davon aus das sie das Soul Hellcafe meinen, weil sowohl die Banditenbar wie auch das King Pondo nicht dafür bekannt sind, das es ausgesprochen laut zu geht. Auch ich habe mal vor 20 Jahren über der Ampütte gelebt, und kann Sie als Anwohner gut verstehen, aber das sind Dinge die man weiß, das es manchmal etwas lauter sein kann, wenn man in einen Bezirk zieht, wo Gaststätten in unmittelbarer nähe sind. Man kann es leider nicht allen Recht machen, aber manchmal hilft auch einfach nur mal miteinander Reden, weil es auch im Interesse der Gastronomen ist ein gutes miteinander mit den Nachbarn zu pflegen.

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Banditenbar beerbt „Soul Hell Café“ in Rüttenscheid in Essen
Banditenbar beerbt „Soul Hell Café“ in Rüttenscheid in Essen
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2012-08-07 17:26
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