„Auch in diesem Jahr gibt es ein Rüttenscheider Oktoberfest“

Blickt optimistisch in die Zukunft: Oktoberfest-Organisator Ted Terdisch (2.v.r.) beim Leserstammtisch.
Blickt optimistisch in die Zukunft: Oktoberfest-Organisator Ted Terdisch (2.v.r.) beim Leserstammtisch.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim Leserstammtisch gibt sich Organisator Ted Terdisch optimistisch. Der Ort für die Gourmetmeile ist allerdings noch unklar.

Essen-Rüttenscheid.. „Das Oktoberfest und die Gourmetmeile Rü-Genuss Pur müssen bleiben“, lautet die einhellige Meinung beim Rüttenscheider Leserstammtisch. Organisator Ted Terdisch ist extra gekommen, um den aktuellen Stand des Gerichtsverfahrens zu erläutern. Einige Anwohner störte der Lärm, sie klagten – und laut Verwaltungsgericht war die Genehmigung des Festes durch die Stadt rechtswidrig. „Das betrifft allerdings nur das Fest im Jahr 2013“, sagt Terdisch. Gerade erst hat er das schriftliche Urteil des Gelsenkirchener Verwaltungsgerichtes erhalten, „das müssen meine Anwälte und ich sich erstmal durcharbeiten“. So habe das Gericht der Stadt aufgezeigt, wie das Genehmigungsverfahren korrekt auszusehen hat, „eigentlich ist das ja nur gut für uns“. Bedenken, dass sein Oktoberfest in diesem Jahr nicht stattfinden könnte, hat der Organisator nicht. Doch die Zeit drängt, deswegen werde man sich mit der Stadt in den nächsten Tagen zusammensetzen müssen. „Auch dort erleben wir eigentlich nur Zustimmung und Unterstützung.“

Für das diesjährige Oktoberfest sieht der Rüttenscheider Gastronom keine Bedenken, wenn die Auflagen erfüllt werden. Anders sieht es mit der Gourmetmeile aus: denn laut Lärmschutzverordnung gibt es am selben Ort nur Genehmigungen für insgesamt zehn Tage im Jahr. „Wir werden uns überlegen müssen, ob wir dann Rü-Genuss Pur nicht woanders veranstalten sollen.“

Gourmetmeile ohne Musik?

So könne er sich als Alternative den Parkplatz vor der Grugahalle vorstellen. „Kein schöner Ort“, befindet die Mehrzahl der Anwesenden. „Vielleicht macht es mehr Sinn, bei der Gourmetmeile auf die Live-Musik zu verzichten“, sagt Gerhard Grabenkamp (CDU). „Beim Essen möchte man sich mehr unterhalten, da reicht es vielleicht, wenn etwas Hintergrundmusik läuft“, pflichtet ihm Heidemarie von Münchhausen (EBB) bei.

Bis spätestens Ende März muss das Konzept für beide Veranstaltungen stehen. „Allein für das Oktoberfest haben wir bereits 47 Vorbestellungen für die VIP-Lounge“, so Terdisch. Das beide Feste dem Stadtteil und auch der ganzen Stadt gut zu Gesicht stehen, davon sind alle überzeugt. „Allein im vergangenen Jahr kamen mehr als 30 000 Besucher zum Oktoberfest - das spricht doch für den Erfolg“, so Terdisch.