Studenten nutzen Fahrrad zu wenig
01.09.2010 | 18:39 Uhr 2010-09-01T18:39:00+0200
Essen.Die Parkplatzsuche an der Uni gerät zuweilen zur Nervenprobe für Autolenker. Freie Abstellflächen sind rar. Es ist ein Problem, bei dem Studenten und Mitarbeiter der Hochschule zugleich Leidtragende und auch Verursacher sind.
Zu einer Entspannung der Situation könnte beitragen, wenn mehr Studenten aufs Fahrrad umsteigen würden.
Ein Zeichen setzen und Vorbild sein, wollten in den vergangenen drei Monaten daher rund 50 Mitarbeiter der Uni Duisburg-Essen (UDE), die sich an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der Krankenkasse AOK, beteiligt haben.
Täglich pedalten sie die Strecke zwischen Wohnort und Uni; einige nutzten das Velo, um die nächstgelegene Haltestelle zu erreichen, wo sie auf den Nahverkehr umstiegen. „Im Vordergrund standen die Förderung der eigenen Ge-sundheit und der Umweltschutz“, erklärt Brunhilde Böhls, die Koordinatorin der Aktion. 2011 sollen auch Studenten für die Aktions-Teilnahme mobilisiert werden.
Um das Bewusstsein für die Fortbewegung auf zwei Rädern zu schärfen, wurde jüngst an der UDE eine Fahrrad-Homepage (www.uni-due.de/fahrrad) freigeschaltet. „Sie lebt vom Mitmachen. Es soll eine Plattform werden, auf der alle für Radfahrer relevanten Infos zusammengetragen werden“, sagt Böhls. Etwa Infos zu sicheren Fahrradständern, Umkleide- oder Duschmöglichkeiten sowie wissenschaftlichen Rad-Studien.
Großes Einzugsgebiet
Doch das Fahrrad, diese äußerst umweltfreundliche Alternative zum Auto, ist im konkreten Fall der Uni Duisburg-Essen (UDE) nicht uneingeschränkt nutzbar.
Zwar stammen zwei Drittel der UDE-Studenten aus dem direkten Einzugsgebiet der Hochschule, doch dieses ist ein sehr großes. Daher wird der Hochschule häufig das Attribut „Pendler-Uni“ verpasst. Ein Student aus Marl oder Gladbeck reist halt nicht mit dem Rad zum Campus.
Hinzu kommt, dass sich die Einrichtungen der Universität auf die zwei Standorte Duisburg und Essen verteilen – und Studenten zuweilen innerhalb eines Tages den Campus wechseln müssen. Die Universität reagierte darauf und richtete 2009 einen kostenfreien Pendelbus ein.
Den Fahrrad-Fürsprechern wäre es aber noch viel lieber, wenn endlich die Rad-Trasse entlang der ehemaligen Rheinischen Bahn komplett durchgestreckt würde, denn Studenten könnten so von Campus zu Campus radeln. „Das wäre der Fahrrad-Akzeptanz sehr zuträglich“, sagte Böhls.
14:41
#4
Das Problem ist eher Weg zurück, da geht es bergauf.
Der Artikel zeigt einmal mehr, wo die prioritäten sind. Die einen sind genervt, keinen ebenerdigen Parkplatz zu finden (im Parkhaus ist in der Regel viel Platz, da muss man aber 5 Minuten zum Audimax laufen). Die anderen sollen sich bei Wind und Wetter auf 4spurigen Straßen zu Uni bewegen. Wer weiter weg wohnt, ist eher der ÖPNV als das Fahrrad eine Alternative.
Anders die Frage, warum soll eigentlich ein Angestellter oder Student einen Anspruch auf einen kostenlosen PKW-Stellplatz haben?
09:28
Leider gibt es keinen Radweg von Heisingen Richtung Stadtwald. Morgends auf der Heisinger Straße Richtung Stadtwald zu fahren, macht nur der der Mutig genug dazu ist.
22:14
Radwege sind Angebotsplanungen. Alleine das Chaos, das auf der Straße herrscht ist sagenhaft.
Und dann wird man auf angebliche Radwege gepresst. Baut endlich Radstreifen auf die Straßen, da wo Fahrzeuge auch hingehören. Aachen schafft übrigens gerade die Bürgersteigradwege mit den blauen Lollies ab und kommen damit einer der ADFC-Forderungen nach.
Essen muss da noch viel lernen. Aber solange wie die DB Radfahrer als Kunden 4.Klasse behandelt...
19:52
also so übel sind die Radwege nicht.. Wenn man aus Richtung SüdWest - Fulerum/Haarzopf - kommt, gibt es eine super Trasse, die durch Rüttenscheid bis Steele führt.. Egal ob aus Steele oder Haarzopf bzw. Frohnhausen kommend, kann man ab der Gruga durch Rüttenscheid echt stressfrei zur Uni kommen.. Und die neue Trasse macht ja auch Fortschritte.. Ich find das alles gar nicht so übel, habe aber das Gefühl, dass diese Strecken gar nicht so bekannt sind.. Vielleicht kann die WAZ ja mal eine Radweg-Serie im kommenden Frühling machen.. Schöne Radwege durch Essen.. Das hilft vielleicht auch der Initiative..
14:20
Wer schon mal in Essen Fahrrad gefahren ist, weiß warum es nicht so prickelnd ist. Da war das Fahren in Aaachen beispielsweise um einiges besser. Keine Radwege die alle paar Hundert Meter aufhören und so weiter.
Baut bessere Radwege und nach und nach werden mehr umsteigen.