Streitobjekt in Tunnellage
17.09.2010 | 19:03 Uhr 2010-09-17T19:03:00+0200
Essen.Was bringt eine Autobahn unter der Ruhrallee: Ent- oder Belastung?
Gestritten wird seit langem – nach der neuesten Verkehrsplanung des Landesstraßenbetriebes NRW steht das Thema „Ruhrallee-Tunnel“ nun wieder auf der Tagesordnung. Der vorgesehene Weiterbau der Bundesautobahn A 44 zur A 52 als Tunnel beschäftigt am Dienstag, 21. September, 19 Uhr, auch „Essen kontrovers“, das gemeinsame Diskussionsforum von NRZ und Volkshochschule. Ort: die VHS.
Im November soll der Stadtrat eine Empfehlung zum Ausbauplan beschließen: Entweder für einen Tunnel, der nach Meinung der Planer den betroffenen Vierteln eine Verkehrsentlastung und der Stadt bessere Transportwege bringen würde – oder gegen eine Transit-Autobahn, die nach Auffassung der Kritiker zu Lärm- und Abgasbelastungen sowie Umweltzerstörungen führen würde. Es diskutieren:
Rolf Fliß, Bürgermeister, Bündnis ’90/Die Grünen
Rainer Marschan (SPD), Vorsitzender Planungsausschuss
Norbert Schick (CDU), Mitglied im Planungsausschuss
Alfred Lützler, Leiter Planungs-/Baucenter Ruhr bei Straßen NRW
Georg Nesselhauf, Bürgerinitiative „Wege für Essen“
Gastmoderation: Christine Kostrzewa
11:13
@#16/Mart,
genau her mit dem Tunnel und A52 und und und, denn durch sämtliche Lückenschlüße wird MEHR Verkehr generiert und der muss ja irgendwo hin.
Und wenn keiner den Mund aufmacht, dann werden wir bald zugepflastert mit Autobahnen etc., weil immer durch irgendeinen Lückenschluß wieder mehr Verkehr generiert wurde, den keiner haben will.
Und dann ist das Geschrei groß, wenn man dann doch weiterhin auf der Ruhrallee im Stau steht.
So nach dem Motto, dass wurde uns anders versprochen, nur wenn es einmal da ist wird nichts mehr geändert und die Kosten interessieren auch keinen mehr, d.h. wenn aus den angeblichen 300 Millionen auf einmal 600 und mehr Millionen werden.
13:15
Es lohnt sich, sich die Entwicklung dort anzuschauen, wo ein Lückenschluss im Verlaufe der Jahre geschlossen wurde. Je kleiner die Lücke, umso mehr Verkehr fließt durch diese Lücke. Sobald die A44 weiter südlich durchgängig unter Verkehr ist, wird dieses Phänomen auch in Essen zu beobachten sein. Deshalb sollte der Tunnel nicht viel später als der A44 Lückenschluss kommen.
12:00
Was heißt unvernünftig?
Hier gilt doch vor allem Als einen Grund für die hohe Zahl von Staus nannte der ADAC die Zunahme des Güterfernverkehrs per Lastwagen...
und da sieht man, dass die Bahn wohl besser in ihr Schienensystem inverstieren sollte anstatt neue Bahnhöfe für teures Geld zu bauen.
Dann würde auch mehr Fernverkehr über die Schiene abgewickelt und die LKW würden uns nicht die Umwelt verpesten, sei es direkt über die Ruhrallee oder indirekt über die Tunnelbelüftung!
Also doch eher Wege für Essen und nach alternativen Konzepten gesucht!
18:32
Lesen Sie doch ´mal. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,718526,00.html.
Es ist leider Fakt, dass Menschen überwiegend unvernünftig sind.
15:17
Gibt es eine Alternative zum Tunnel, wenn die A44 an der Frankenstrasse endet? Es kann doch hier eigentlich nur noch darum gehen, wie der Tunnel gebaut wird. Wenn die Lücke in ein paar Jahren geschlossen ist, nimmt der Verkehr auf der Ruhrallee erheblich zu. Dann möchte ich den Aufschrei nicht hören.
13:47
Ja wir sollten aus der Vergangenheit lernen.
Das auf der A 40 der Verkehr nicht abfliesst - sondern im Stau steht.
Das die mobile Gesellschaft sich jede neue Straße, jedes neue Flugziel usw. wie ein Drogenabhängiger reinzieht - und genau wie dieser nicht fähig ist die Folgen: Zeitverlust-Lärm-Treibhausgase, zu erkennen.
Das Steuergeld unser Geld ist und nur einmal ausgegeben werden kann - egal ob Stadt, Land oder Bund.
Das in den Medien ganz offen die Bevölkerung über Werbung und die davon abhängigen Medien indoktriniert wird - bis sie glauben ihr Auto wäre ein Statussymbol und keine Stinkkiste.
Das der Ausweg aus dieser Krise eben nicht auf der Autobahn gefunden wird - sondern in einer regionaler organisierten Gesellschaft, vielleicht ja auch auf der Datenautobahn.
11:26
Nur bis Drei zählen reicht halt gerade nicht. Bei solchen Themen und Projekten muß mindestens bis Dreihundert gezählt werde um im Bild zu bleiben. Leider scheint es kaum bis garnicht möglich zu sein weit über den Tellerrand zublicken.
Die Vergangeheit müsste doch Lehre genug sein wohin das geführt hat.
06:07
Belastung - das weiß jeder, der bis Drei zählen kann.
09:36
Entlastung - ohne Zweifel.
22:29
Es wäre höchst sinnvoll die A52 bis zur A42 oder besser noch zur A2 durchzubauen (dann fließt der Durchgangsverkehr auch ab); die A535 nach süd-Osten zu verlängern (dann fließt auch dieser Verkehr ab) und die A40 mit einem Deckel zu versehen, dann wird der Riss durch Essen entfernt und die Anwohner an z. B. Kruppstr. können wieder normal leben.
Wie gesagt, die Alternative ist keine Autos mehr zuzulassen; nicht gerade realistisch.
Auch das Jahrzehnte lange anbieten von billigem Bauland im Umfeld ist leider nicht nicht mehr umkehrbar. Das führt dann halt zu mehr Verkehr und zu finanziellen Problemen in den Metropolen. War aber die Denke der letzten 30 Jahre.
Jetzt aber nicht noch weiter dieselben Fehler machen. Und Elektroroller - sorry - ist doch zwar nett aber gleichwohl echt unrealistisch. Oder glaubt irgendjemand, dass aus Burgaltendorf (z. B.) jemad mit dem Elektroroller zur Arbeit z.B. in die Innestadt fährt oder in Thyssen- Krupp- Viertel?? Heute schon wird der öffentliche Verkehr kaum genutzt undschwauen Sie morgens in die Autos überwiegend genau eine Person drin. Fahrgemeinschften klappen nicht (man muß sich ja absprechen, ist zu unbequem etc.).
Eine offene Bauweise ist nur an den Tunnelanfängen während der Bauzeit vorgesehen. Sehen Sie sich die HÖhenunterschiede an, dann stellen Sie fest, daß der Übergang zur A52 auf einer (tiefen) Ebene stattfindet. Nur der aus- und einfahrende innerstädtische Verkehr erhält je eine Spur.
Ausserdem werden für lange Jahre Bauarbeiterjobs, die auch produktiv sind, entstehen und die Kosten trägt der Bund, weil Bundesautobahn!
Also bevor im Osten die Infrastruktur noch weiter verbessert wird hier etwas gegen den Verkehrsinfarkt tun!! Und das mit einem angfristigen Blcik. Das erwarte ich auch vvon unseren Politikern und nicht schon wieder kneifen, weil es Protest der - leider für einige Zeit - Betroffenen gibt.