Streit um Rauchverbot: Duo drohte an Haltestelle mit Pistole

An der Haltstelle Savignystraße konnten die beiden Männer überwältigt werden.
An der Haltstelle Savignystraße konnten die beiden Männer überwältigt werden.
Foto: Oliver Müller NRZ
Was wir bereits wissen
Zwei Männer haben einen 23-Jährigen mit einer Schreckschusspistole bedroht, weil er sie auf ein Rauchverbot hinwies. Polizei stellte Täter in U 18.

Essen.. Eine Bedrohung mit einer Schusswaffe sorgte am Freitag gegen 8.40 Uhr in Essen-Frohnhausen für einen spektakulären Polizei-Einsatz: Mit gezogenen Dienstpistolen stiegen Beamte an der Savignystraße in eine U-Bahn und überwältigten zwei Männer.

Das Duo war mit einem 23-Jährigen an der Haltestelle Breslauer Straße aneinandergeraten. Er machte die 27-Jährigen auf ein Rauchverbot aufmerksam – zunächst auf Deutsch, dann in Englisch. Als die Freunde ihm verächtlich Rauch ins Gesicht bliesen und sich der 23-Jährige mit einer abfälligen Bemerkung abwandte, eskalierte die Situation. Einer der Männer trat dem Jüngeren vor die Brust, der andere zog eine Pistole und lud sie drohend durch.

Polizei stellte Schreckschusspistole sicher

Danach ließen die Täter von ihrem Opfer ab und stiegen in die U 18. Die alarmierten Polizisten konnten die beiden in Essen lebenden Männer wenig später überwältigen. Beim Auftauchen der Staatsmacht hatte einer der Männer die Waffe zwischen Sitzpolster und Innenverkleidung der Bahn verstecken wollen. Das Beweismittel wurde sichergestellt. Es handelte sich um eine Schreckschusspistole.

Ein Strafverfahren wegen Bedrohung, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde eingeleitet.