Streit um „Graue Wölfe“-Kongress in der Grugahalle
16.11.2011 | 19:35 Uhr 2011-11-16T19:35:00+0100
Essen.Die Messe hat die städtische Veranstaltungshalle an türkische Rechtsextremisten vermietet. Nun hagelt es Kritik.
Ein Vermietungsgeschäft der Grugahalle beschäftigt die Landespolitik: Am Samstag, 19. November, hat die vom NRW-Verfassungsschutz beobachtete „Föderation der Türkisch-Deutschen Idealistenvereine in Deutschland“ die städtische Veranstaltungshalle für ihren alle zwei Jahre stattfindenden Kongress gemietet. 6500 Gäste erwartet die Föderation, die der Verfassungsschutz der rechtsextremen „Grauen-Wölfe“-Bewegung zuordnet und die als deutsche Vertretung der nationalistischen türkischen Partei „MHP“ gilt.
Der CDU-Abgeordnete Olaf Lehne stellte dazu erst eine Anfrage an die Landesregierung und nun regt sich auch in Essen Widerstand gegen diese Vergabe – von Seiten der Grünen und der Linken. Letztere werfen der Messe vor, „mit dieser Vermietung gegen einen Konsens aller Ratsfraktionen zu verstoßen“, der besagt, keine städtischen Räume an Rechtsextreme zu vermieten. Bereits vor dem Kongress im Jahre 2009 hatten sie den Oberbürgermeister bedrängt, das Zusammentreffen noch zu verhindern und den Vertrag zu kündigen.
Die Grünen fordern den OB und die Messe auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den Extremisten keine Bühne zu bieten. Messe-Geschäftsführer Egon Galinnis wehrt sich gegen Kritik: „Bevor wir zugesagt haben, haben wir uns mit dem Staatsschutz und der Polizei abgestimmt. Von dort bekamen wir dann grünes Licht.“
Vergabe soll Nachspiel in Ratssitzung haben
Bereits zum dritten Mal findet der Kongress statt. „Bisher ist das immer gesittet zugegangen“, sagt Galinnis. Wenn er es nun verbiete, würde er sich dem Vorwurf der Diskriminierung aussetzen. Stadtsprecher Detlef Feige argumentiert ähnlich: „Das Problem ist, es handelt sich um eine öffentliche Einrichtung. Jeder Verein, der nicht verboten ist, kann die Halle mieten. Wenn man ihm das verwehrt, kann er klagen.“ Auf Nachfrage, warum der Hausherr nicht vorher deutlich gemacht habe, die Veranstaltung sei nicht willkommen, verweist er erneut auf die Problematik einer Klage.
Die Linken im Rat intervenierten am Dienstag erfolglos beim Rechtsamt der Stadt – mit Verweis auf einen Ratsbeschluss, der eine Vermietung an politische Organisationen im Vorfeld von Wahlen – Sonntag ist die Wiederholungswahl des Integrationsrates – untersagt. Der gilt jedoch nur für Schulgebäude. Der Stadt ist die Sache unangenehm: „Der OB wird die Einladung, am Samstag zu reden, nicht annehmen. Kein städtischer Vertreter wird vor Ort sein“,versichert Referentin Nicole Mause. Dabei wollen es die Linken nicht belassen: Sie werden das Thema als Tagesordnungspunkt für die kommende Ratssitzung am 26. November einreichen.
19:28
In Wuppertal kriegen wir immer locker ein breites Bündnis von 83 Organisationen (2000 Mann) zusammen, wenn es gegen das Dutzend rechte Skinhead-Hanseln geht, die in unserem Stadtteil Vohwinkel ihr Unwesen treiben. Da möchten wir doch mal gern sehen, ob der Ruhrpott bei 7.000 Faschisten nicht mindestens 100.000 Leute auf die Beine bringt! Oder macht ihr lieber nichts, weil ihr nicht als ausländerfeindlich gelten wollt?
09:14
immer diese doppelmoral.
06:36
Hier wären mal Demonstrationen unserer türkischen Mitbürger gegen die Untriebe in ihren eigenen Reihen angezeigt.
Aber so weit scheint es mit der gelungenen Integration in diesm Land nicht her zu sein.
00:29
sitzen in Überzahl in vielen Integrationsräten in vielen Städten. Auch da war mal wieder das rechte Auge blind!
22:17
...nachher fühlt sich eine diskrimierende Organisation noch diskirminiert und fordert wieder was.
22:14
bei der NPD wäre der Aufschrei groß gewesen....
Aber hier.....wird eine verfassungsfeindliche Organisation, die zudem Deutschehass verbreitet, eine Plattform geboten. Jeder der für Integration steht, sollte neben der NPs gleichzeitig auch die Wölfe verbieten! Grüne wo seit ihr? Macht ihr euer Mundwerk nur auf, wenns gegen Deutsche geht?
22:13
.... sollten hingehen und sich das Ganze mal gut anhören. Vielleicht finden sie dann Gründe, nächstes Jahr die Vermietung zu unterlassen. Ohne "Diskriminierung".
21:47
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21:24
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