Strafanzeige wegen Strunz-Vertrag
21.08.2009 | 19:57 Uhr 2009-08-21T19:57:00+0200Untreue-Vorwurf gegen OB und GVE-Chef
Ist das jetzt ein Wahlkampf-Manöver, eine sportliche Abrechnung oder die Sorge um mögliche Missetaten? Den von der städtischen Grundstücks-Tochter GVE eingestielten Beratervertrag mit RWE-Manager Thomas Strunz hat jedenfalls ein Privatmann genutzt, um gegen Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger und GVE-Geschäftsführer Andreas Hillebrand Strafanzeige zu erstatten.
Oberstaatsanwalt Willi Kassenböhmer bestätigte gestern den Eingang des Schreibens, das beiden Untreue gegenüber der Grundstücksverwaltung Essen GmbH vorwirft. Es habe, so der Vorwurf, den Zah-lungen an Strunz keine echte Gegenleistung in der Beratung gegenüber gestanden, stattdessen sollte, so die Anschuldigung, über diesen Umweg nur ein Teil des Gehalts für den RWE-Mann gezahlt werden.
Parallel zur Strafanzeige wurden zwei überregionalen Zeitungen umfangreiche Unterlagen unter anderem aus dem GVE-Aufsichtsrat zugespielt, um die GVE-Politik in Bezug auf RWE und das Stadion infrage zu stellen. Ob die Staatsanwaltschaft einen Anfangsverdacht für Untreue sieht, entscheidet sie in den nächsten Tagen. Dem Vernehmen nach gilt die Beweislage dafür als mehr als dünn.
22:03
nee, Irrtum, die Sache ist nur nicht rechtsanhängig. Politisch aber bleibt Hülsmann und die CDU in der Verantwortung. Solange nicht klar wofür, muss man davon ausgehen, dass das Geld ohne Gegenleistung über den Tisch ging.
13:40
Na ja, gott sei dank hat die Gerechtigkeit gesiegt und die Anzeige ist vom Tisch, denn das Verfahren wäre die eigentliche Geldverschwendung gewesen. Die Dame aus Bonn hat wohl Langeweile und eine gute Rechtschutzversicherung, oder wer gibt sonst für solche Nichtigkeiten Geld aus?
22:11
du bist ja auch dumm...und mann könnte dich im Vorstand von RWE gebrauchen!!!....der Strunz hat den Middendorp schon überbezahlt...ach ist ehh egal...der nichtsnutz T.Struuunz muss !!!! wech !!! sofort !!!
Mit freundlichen Glückauf
18:55
Hallo!
Ich bin schockiert! Was soll das? Ist das alles nur Propaganda gegen den Verein Rot-Weiss Essen? Da bewegt sich nach Jahren endlich mal was in der Stadt und man versucht sofort alles nieder zu machen? Wer hat es denn möglich gemacht? OB Reiniger (CDU) im Gespann mit Thomas Strunz!!!
Wer war eigentlich vorher in der Politik in Essen vorn? Und wer sitzt jetzt bei der WAZ mit drin? Komisch,komisch....also ich hätte Strunz nicht 80.000Euro gegeben, sondern 100.000Euro!!!
04:01
Ich habe heute von einer Mitarbeiterin der Stadt gehört, dass die 80.000€ im Gegensatz zu anderen Ausgaben der Stadt ein Witz sind.
Es ist ja wohl auch verständlich, dass Thomas Strunz auch die interessen von RWE vertreten hat.
23:07
eben deshalb ist das eine Sauerei.
Hülsmann müsste nun hingehen und mal ganz flott auf den Tisch legen, was er an Leistung bekommen hat.
Weil er das eben nicht und nur zögerlich tut, steigt der Verdacht, dass es sich hier um einen möglicherweise sogar kriminellen Akt handelt.
17:06
Wir leben in einer Welt, in der der Eigennutz dem Gemeinen nutzen vorgeht. Ob die Anzeige aus eigennutz oder Verantwortung gegenüber dem Gemeinwohl gestellt wurde, sei mal unbeantwortet.
80.000 ist viel, für einen einfachen Angestellten der 4 fache Jahresverdienst. Wie gesagt, ich mein kaufmännisches Verständnis sagt mir das man sowas in die Baukosten einkalkuliert.
Persönlich halte ich Strunz für eine Flachpfeife so jemand landet nicht in der 4. Liga wenn er wirklich Qualität hat.
Aber - dann, sollte man verstehen, dass es jetzt zu ermittlungen kommt und dementsprechend die Leute also beteiligten Personen natürlich kaum mit ihren Infos an die Öffentlichkeit gehen.
Also bleibt für uns nur Rätselraten, Spekulieren und Abwägen der Argumente. Soviel muss klar sein, bewiesen oder belegt ist erstmal gar nichts ausser die Vertragsgrundlage.
Es leuchtet natürlich ein, dass sich die Stadt irgendwo erfahrungswerte holen muss. Deswegen ja auch mein Hinweis ob man nicht in den Nachbarstätten ans KnowHow gekommen wäre...
Es ist doch festzuhalten, das zum einen die Stadtspitze und Thomas Strunz daran beteiligt sind. Generell das jetzt unter den Deckmantel der Parteien zu sehen, da will ich vorsichtig sein! Aber Wahlkampftaktik schliesse ich persönlich nicht vollends aus.
Wenn Strunz die Stadtspitze da Geld aus der Tasche geleiert hat, dann ist das auch eine Charakterfrage des Herrn Strunz. Und allenfalls naivität der Politik gewesen. Wobei 80.000 den Kohl auch nicht mehr wesentlich fetter machen, wenn man daran denkt welche Summen letztendlich investiert werden.
Allenfalls stelle ich mir die Frage, warum die möglichen Bauherren ob HochTief oder Hellmich oder andere, jedenfalls einige, die bereits moderne Stadien gebaut haben, keine Beratung dahingehend angeboten haben ? Zum Beispiel im Rahmen des Wettbewerbs. Ich dachte die wollen ihre Produkte an den Mann bringen, dann sollten sie sich doch auch mit den aktuellen erfordernissen des Stadionbaus auskennen....jedes Unternehmen erstellt ein Konzept und das beste im Preis/Leistungsverhältnis sollte gewählt werden. So meine Laiensicht...
Ob die Sitze Rote, Gelb Grün sind, dafür braucht man als Essener keine Beratung das liegt auf der Hand, das Stehplätze gewollt sind dürfte klar sein...was 30.000 Zuschauer an Toilletenanlagen brauchen, sollten die Bauunternehmen eigentlich aus Erfahrung wissen...
Der Vertrag erscheint auch mir unnötig, aber dass heißt noch lange nicht dass er rechtlich nicht zulässig gewesen wäre. Vielleicht ob er von der Entlohnung zu hoch war. Und was die Leistungen betrifft, die Argumente stehen aus...i
ich tippe da wird am Ende nichts bei rauskommen!
Heiße Luft das Thema...so mein Tipp!
15:01
80000 Euro für eine Auskunft oder was?
entsprechen
der Arbeit von 200 Menschen,
die dafür als Geringverdiener je einen Monat arbeiten müssen.
(ob die sich dann noch eine Karte bei RWE kaufen können?)
14:56
Lumpille, 80.000 Euro sind kein Pappenstiel.
Vor allem, wenn die Stadt pleite ist, und das ist sie.
Wahlkampf ist das kaum, denn die Dame kommt aus der Kultur, wie sich jetzt herausstellt. Wäre auch egal, denn die Fragen liegen ja auf dem Tisch:
Was hat Strunz konkret gemacht? wann, was, wie oft, etc.
Komisch, dass der Reporter diese Fragen draussen vor lässt. Und klar, dass CDU Hülsmann zunächst alles auf die SPD als Gegner schiebt. Dabei wäre er doch derjenige, der jetzt die Fragen beantworten müsste. Also,
bleibt dabei: es ist eine unsaubere Sache und wird noch verdächtiger durch das Zurückhalten der Antworten.
Bis dahin gehe ich davon aus, Strunz hat garnichts gemacht, was nicht jeder Verwaltungsbeamte durch nen einfaches Telefonat hätte klären können und als RWE Mann im Eigeninteresse auch ohne Bezahlung hätte einbringen müssen. Ein Viertligist wird fürstlich bezahlt für Auskünfte, die das Geschenk der Öffentlichkeit betrifft. In welcher Welt träumen die denn?
Wenn mir einer ein Haus schenkt und es gebaut werden soll, werd ich ihm ohne Kostennote alle Auskünfte über meine Wünsche etc. auch schriftlich geben. Ich sage dann auch noch Danke.
Hier kann Hülsmann mit offenbar leeren Händen nur auf den Wahlkampf hinweisen und lässt alles okkult. Die Dame hat jedenfalls Kultur bewiesen und das Denken nicht dem Rathaus überlassen. Egal ob strafrechtlich oder politisch, die CDU hat die Pflicht nun die Karten auf den Tisch zu legen und sich nicht in Wahlkampfgeplänkel zu verlieren. Sie ist in der Verantwortung.
13:01
Einige sind ja mal ganz weit ab vom Schuß!
Eine Dame aus der Kultur, welche ja wirklich unverhältnismäßig viel gefördert wurde und auch noch wirt (Kulturhauptstadt ;) ) erregt sich über 7.000 € 0,00001 % des Stadthaushaltes (Pi mal Daumen Rechnung der Relation wegen), die die Stadt dem Herrn Strunz als Honorar zahlt.
Es soll ein Fussballstadion gebaut werden, vielleicht hat Herr Strunz noch Kenntnisse aus seiner Wolfsburger Zeit ? Das Stadtion ist auch nicht gerade alt...
Das jetzige Stadion ist marode und bietet absolut keine Voraussetzungen mal wieder höherklassig Fuß zu fassen, von der Infrarstruktur her.
Auch das hier kritisierte ETB- Stadion, musste nach Verbandsrichtlinien renoviert werden. Der ETB und die Stadt kamen nicht drumherum, es war allerdings bei weitem günstiger als ein Neubau für RWE, demnach wohl logischer weise schlichter umzusetzen....der Vergleich (den habe ich hier irgendwo gelesen hinkt hinte und vorne).
Kurz hier wird nicht das Stadion in Frage gestellt, lediglich wird ein Faß aufgemacht, den OB (also der Stadt) einen Knüppel in die Beine zu werfen, mag sein dass es eine politische Kampange ist, in Bezug auf die Kommunalwahl, der Zeitpunkt ist so offensichtlich gewählt das dieser Gedanke kommen muss...
Die Zweite Variante ist, dass sich die Kultur- Ultras eben doch lieber die Gelder woanders sähen als in solchen Sozialprojekten wie dem Fussball, allerdings sollte dieser Beratervertrag, keine Auswirkungen auf den Verein oder auf das Stadion haben, liegt also fern....
Das dritte ist, dass es sich schlicht um frustrierte Leute handeln muss...
Egal ob als Strohmann oder Wichtigtuer, es gibt gute Gründe für Strunz, auch wenn man sicherlich bessere Personen gefunden hätte. In Duisburg -> Herr Hellmich, Gelsenkirchen -> Assauer, es ist ja nicht so, dass im Ruhrgebiet keine Leute mit geeignetem Know-How, dem Fussball, den Richtlinien der Verbände als auch im Stadionbau und seinen Anforderungen zur Verfügung hätte...
Bloß wäre man bei diesen Leuten mit ein paar tausend Euro weggekommen ?