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Stiche waren keine Notwehr

28.07.2008 | 19:17 Uhr

JUSTIZ. Nach dem tödlichen Sex-Date in Steele wurde Anklage wegen Totschlags erhoben.

Nach einem tödlichen Streit zweier Männer über sexuelle Praktiken am 4. Dezember in einer Wohnung an der Eschenburg in Steele gingen die Behörden zunächst von Notwehr aus. Das war offenbar nicht haltbar: Gestern hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags gegen den damals 19 Jahre alten mutmaßlichen Messerstecher vor der Jugendkammer des Landgerichts erhoben. Aus Angst und Wut, so heißt es, habe der junge Mann seinem 34 Jahre alten Opfer mit einem Küchenmesser zwei tödliche Stiche ins Herz versetzt und ihm mehr als 20 weitere Verletzungen am ganzen Körper zugefügt. Der Duisburger verblutete auf dem Küchenboden. Der Beschuldigte, der nach der Bluttat Polizei und Nachbarn verständigte hatte, hat die Vorwürfe im Wesentlichen eingeräumt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Auslöser des Streits zwischen den Männern, die sich über einen Internet-Chat kennengelernt hatten, waren Meinungsverschiedenheiten. Der Besucher habe ungeschützten Anal-Sex verlangt, was der 19-Jährige ablehnte. Aus Angst vergewaltigt zu werden, wollte er, dass der 34-Jährige die Wohnung verließ. Als der sich weigerte, griff der Raphael R. zur Waffe. (j.m.)

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