Stellwerkhaus der Bahn ging in Essen in Flammen auf

Das Stellwerkhaus der Deutschen Bahn zwischen Viehofer Platz und Altenessener Straße ging am Mittwoch in Flammen auf.
Das Stellwerkhaus der Deutschen Bahn zwischen Viehofer Platz und Altenessener Straße ging am Mittwoch in Flammen auf.
Foto: WAZ FotoPool

Feuer am Viehofer Platz

Essen, 22.04.15: Im Nordviertel am Viehofer Platz wurde das Reiterstellwerk der Deutschen Bahn ein Raub der Flammen.
Mi, 22.04.2015, 17.49 Uhr

Essen, 22.04.15: Im Nordviertel am Viehofer Platz wurde das Reiterstellwerk der Deutschen Bahn ein Raub der Flammen.

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Eine dicke Rauchwolke stand am Mittwochmittag in Essen über der nördlichen Innenstadt, wo das Reiterstellwerk der Deutschen Bahn brannte.

Essen.. Das Stellwerkhaus der Deutschen Bahn zwischen Viehofer Platz und Altenessener Straße stand am Mittwochmittag in Flammen. Über der Innenstadt stand stundenlang eine dicke schwarze Rauchwolke.

Die Feuerwehr eilte mit zwei Löschzügen zum Gelände der Deutschen Bahn. Am frühen Mittwochnachmittag war das Feuer gelöscht. Das an der ehemaligen Rheinbahn gelegene, rechtwinklige Gebäude mit einer Schenkellänge von etwa 18 Metern wurde durch die Flammen erheblich beschädigt, der Dachstuhl ist größtenteils zerstört.

Wegen der erhöhten Lage des Objektes auf dem Bahndamm kamen zwei Drehleitern mit Wasserwerfern zum Einsatz. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, konnten Atemschutztrupps in das Gebäude eindringen und nach Personen absuchen, sie wurden glücklicherweise nicht fündig. Die Brandursache steht noch nicht fest, die Kriminalpolizei wird ermitteln. Verletzt wurde niemand.

Das Stellwerk hatten zuletzt die Grünen auf dem Plan, da etwa deren Ratsmitglied und sachkundiger Bürger für Denkmalfragen, Walter Wandtke, befürchtete, es könne zum Unort werden. Er sprach sich dafür aus, es vor allem zu sichern. „Und dann muss man Druck auf die Bahn ausüben, damit sie sich um ihr Eigentum kümmert“, sagte er kürzlich.

Reiterstellwerk Die Grünen kündigten an, einen Antrag zu stellen, um den Denkmalschutz für das Reitstellwerk zu prüfen, während sich Petra Beckers, Leiterin des Instituts für Denkmalschutz und Denkmalpflege wenig für die Idee erwärmte. Sie verwies zudem auf die Zuständigkeit des Rheinische Amtes für Denkmalpflege. Dort steht das Stellwerk wiederum nicht in der offiziellen Inventarliste der erhaltenswerten Gebäude. (sag)