Steeler Weihnachtsmarkt boomt

Steele..  Auch in Steele endete nun auch offiziell die Weihnachtszeit. Am Sonntag endete der Weihnachtsmarkt. Die 38. Auflage wird Besuchern und Veranstaltern in guter Erinnerung bleiben, setzte sie doch gleich mehrere Rekorde.

Noch nie in der Geschichte des Steeler Weihnachtsspektakels wurden auf dem Kaiser-Otto-Platz und dem benachbarten Grendplatz mehr Aufbauten gezählt. Insgesamt 70 Hütten, Verkaufsstände und Fahrgeschäfte drängelten sich in der Steeler City. „Damit ist unsere Kapazität jedoch erreicht“, sagt Organisator Léon Finger. „Zum einem fehlt uns der Platz, zum anderen würden sich nur die Inhalte wiederholen. Und eine Würstchen- oder Mandelbude mehr sorgt nicht für mehr Attraktivität.“

Rekordverdächtig war auch die Laufzeit des Weihnachtsmarktes. Während überall in der Stadt die Beschicker längst ihre Sachen packten, wurde in Steele noch das gesamte Wochenende nach dem Jahreswechsel gefeiert. Dies war bislang nur ein einziges Mal der Fall – zum 1075-jährigen Bestehen Steeles. Finger: „Da hatten wir sogar bis zum 6. Januar geöffnet.“ Auch wenn die Regenfälle am Samstag die Stimmung etwas trübten, so entschädigte der abschließende Sonntag durch starke Besucherzahlen. „Schon deshalb werden wir auch im kommenden Jahr den Markt verlängern, um der Nachfrage Rechnung zu tragen“, verspricht Léon Finger schon jetzt. „Dann bis zum 3. Januar.“

Das strichweise mäßige Wetter, verbunden mit Dauerregen, brachte die Beschicker kaum aus dem Konzept. „Natürlich haben wir das gemerkt, doch wenn es trocken blieb, war es sofort wieder rappelvoll“, so Finger. „Zumal diesmal praktisch während der gesamten Marktzeit eher milde Temperaturen herrschten.“ Das Geschäft zwischen Weihnachten und Neujahr lief prächtig. Die Rückmeldungen der Anbieter fielen durchweg positiv aus. Auch wegen des versöhnlichen Abschlusses am Sonntag.

Kunstmeile wird wiederholt

Über mangelnde Resonanz dürften sich auch die insgesamt zehn Künstler nicht beschweren, die sich und ihre Arbeiten in der letzten Woche in den Wechselhütten präsentierten. „Ich habe viele Gespräche mit interessierten Besuchern geführt“, sagt auch Gerd Neysters. Der waschechte Steelenser war einer von vier Akteuren, die bei der Premiere der „Steeler Art“ zumindest zeitweise vor Ort waren, um den Kontakt mit dem Publikum zu suchen. Einige Arbeiten wurden sogar direkt vor Ort verkauft.

Die Kunstmeile wird es deshalb auch beim nächsten Weihnachtsmarkt geben. „Schon jetzt haben einige Künstler, die diesmal nicht aktiv dabei sein konnten, ihr Interesse angemeldet“, freut sich Léon Finger. Das Steeler Event ist also offensichtlich um eine weitere Komponente reicher.