Steeler Straße: Stau, Chaos und Hupkonzerte

Zu: Chaos auf der Steeler Straße – Stadtteilpolitik schlägt Alarm

Eine interessante Äußerung der Politiker der BV I, sind doch genau die es, die dieses Chaos im Grunde genommen planen. Was sich derzeit im Zuge des Umbaus der Haltestelle „Schwanenbuschstraße“ im Praxistest darstellt, ist genau das Ergebnis, das sich auch künftig zeigen wird, wenn die Steeler Straße nur noch eine Fahrspur je Richtung haben soll. Der Verkehr sucht sich auch derzeit seinen Weg durch die Wohngebiete, um dem Stau auf der Steeler Straße zu entkommen. Das Ergebnis ist leider, dass sowohl auf der Steeler Straße als auch in den Wohngebieten drumherum Stau, Chaos und Hupkonzerte herrschen.

Sind aber doch genau diese Anwohner es, die nach Meinung der Bezirkspolitiker eine attraktivere Steeler Straße vorfinden sollen. Dabei stellt sich die Frage: Was wird den Anwohnern wichtiger sein? Eine schöne Steeler Einkaufsstraße, auf der sie lediglich für wenige Stunden (wenn überhaupt) pro Woche verweilen, oder aber ein Wohngebiet, durch das sich stündlich 200-300 Kfz quälen? Ich selbst erfahre es als Anwohner (Schwanenbuschstraße/Luegstraße/Parkfriedhof) täglich, und es sind tatsächlich so viele, teilweise sogar noch mehr Kfz. Ich befürchte, das Resultat dieser Bezirkspolitik-Theorie wird sein: Steeler Straße attraktiv – Wohngebiete im Umfeld leider nicht – Anwohner suchen irgendwann das Weite – Kunden bleiben weg, da sie einfach nicht mehr vorhanden sind (oder zumindest diejenigen, die die entsprechende Kaufkraft mitbringen). Endergebnis: noch mehr Leerstände und/oder Billigläden.

Übrigens: Die 30-Zone (22-6 Uhr) interessiert 90% der Autofahrer nicht, auch nicht die Schrittgeschwindigkeiten in den Wohngebieten. Marcus Huber