Städtische Prüfer nehmen sich GVE vor

Nach all den Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten sollen jetzt auch die Kontrolleure des Rechnungsprüfungsamtes im Rathaus die städtische Grundstücksverwaltung GVE unter die Lupe nehmen. Dies verlautete gestern am Rande einer Aufsichtsratssitzung, in der mit gehöriger Verspätung der Jahresabschluss des Unternehmens für 2013 durchgewinkt wurde.

Ziel der detaillierten Prüfung soll nicht nur ein unverstellter Blick auf die Kosten des „Projekts Fußball“ insgesamt sein, womit der Stadion-Bau und der Rechte-„Freikauf“ von Rot-Weiss Essen gemeint ist. Sondern auch und vor allem die Antwort auf die Frage, worin denn eigentlich die Beratungsleistung der Firma Roland Berger bestanden haben mag, dass sie binnen 15 Monaten nicht weniger als 3,3 Millionen Euro verschlang.

Noch keine weiteren Erkenntnisse gibt es zu der Frage, ob der ehemalige Geschäftsführer der GVE den Aufsichtsrat gezielt falsch informierte, um die wahren Kosten des „Projekts Fußball“ zu verschleiern. Allerdings soll die Antwort noch vor der Sommerpause vorliegen.