Stadtwerke rücken enger zusammen
06.11.2007 | 15:50 Uhr 2007-11-06T15:50:00+0100Die Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Essen und Duisburg wird weiter ausgebaut.
ESSEN. Heute wurde in Essen ein Rahmen-Konsortialvertrag unterzeichnet, der die Rechte und Pflichten beider Seiten innerhalb der Kooperation Rhein Ruhr Partner (RRP) verbindlich regelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Duisburg AG, Adolf Sauerland, sagte dazu: „Wir haben in unserer Verlobungszeit festgestellt, dass wir tatsächlich zueinander passen und trauen uns jetzt, diesen Schritt zu machen.”
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Essen AG, Franz-Josef Britz, sprach von einem „richtungsweisenden Partnerschaftsmodell”. Seit Juli 2007 ist die Rhein Ruhr Partner Gesellschaft für Messdienstleistungen mbH operativ in den Messdienstleistungen wie Zählerablesungen, Zählerwechsel und Zählerreparatur tätig. Durch diese Zusammenlegung werden die beiden Stadtwerke jährlich zwei Millionen Euro einsparen; einkalkuliert war eine Million Euro.
2008 sollen die Rhein Ruhr Partner-Gesellschaften für Energiehandel, IT-Service und Netzservice an den Start gehen. Im Verhältnis zum Messwesen seien dies „dicke Brocken” in den Unternehmen, so Dr. Bernhard Görgens, Vorstandsvorsitzender der Essener Stadtwerke. Das Personal soll zwar reduziert werden, betriebsbedingte Kündigungen werden aber ausgeschlossen.
Beide Stadtwerke planen die Gründung einer Rhein Ruhr Partner Managementgesellschaft für Versorgung mbH, die die Koordination der bestehenden und noch zu gründenden RRP-Unternehmen übernehmen soll. Deren Personal rekrutiert sich aus den beiden Mutterhäusern.
Die Partnerschaft der Stadtwerke, so Adolf Sauerland, sei die richtige Antwort sowohl auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck als auch auf die sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft. Auf der Suche nach weiteren Partnern werden Gespräche mit Stadtwerken in der Region geführt.
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