Stadttochter GSE bleibt an der Spitze solo

Die vakante Stelle eines zweiten Geschäftsführers bei der städtischen Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen (GSE) soll nun auch nach dem Willen von SPD und CDU nicht wieder besetzt werden. Einen entsprechenden Antrag legen die Mehrheitsfraktionen für die heutige Sitzung des Stadtrates vor. Darin formulieren sie allerdings Bedingungen. Gefordert wird eine „optimierte Organisations- und Führungsstruktur“, um sicherzustellen, dass die GSE ihr Marktposition bei der Altenpflege in Essen hält. Offensichtlich wollen beide Fraktionen nicht den Eindruck vermitteln, die Stelle solle allein aus finanziellen Gründen eingespart werden. Mit Hinweis auf die mehr als angespannte Haushaltslage der Stadt, hatten sich zuvor die Grünen und auch die Fraktion der Partei-Piraten dafür ausgesprochen, die Stelle nicht mehr zu besetzen.

Eine geeignete Kandidatin war nach einem aufwendigen Auswahlverfahren längst ausgeguckt. Die leitende Mitarbeiterin beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) hatte der Stadt dann aber kurzfristig abgesagt.

Alleiniger Geschäftsführer der GSE bliebe damit Heribert Piel, ehemals Geschäftsführer der CDU-Fraktion.