Stadtgespräch

Nelson Müller, Essener Sternekoch und Künstler mit regelmäßiger TV-Präsenz, war am Montag vor dem Arbeitsgericht gefordert. Beim Prozess, in dem es um einen Diebstahl in seinem Bistro „Müllers auf der Rü“ ging, wurde er von seinem Rechtsanwalt vertreten. Ein Student, der bei Müller sehr kurzzeitig im Service gearbeitet hatte, fordert von dem Gastronom dicken Schadenersatz. Bei dem Diebstahl waren dem Mann Gegenstände im Wert von 1300 Euro entwendet worden. Müllers Rechtsanwalt widersprach dem Vorwurf der Pflichtverletzung. Die Räume seien nach den gängigen Maßstäben gesichert gewesen. „„Es gab keine Einbruchspuren“, hatte Nelson Müller bereits gesagt. Der Koch hatte nach Diebstählen und Pöbeleien Videokameras in seinem „Müllers auf der Rü“ installiert. Der Prozess am Arbeitsgericht wird fortgesetzt.


Pia Bolte, gebürtige Borbeckerin, die inzwischen als Modedesignerin in München arbeitet, war in diesen Tagen mal wieder in ihrer Heimatstadt. „Und für die Besuche lasse ich mir immer etwas ganz Besonderes einfallen“, verriet die 37-Jährige. Für den Abend mit alten Bekannten und ehemaligen Arbeitskollegen auf der Rü hatte sich Bolte, die mit ihren markanten Dirndln und Jacken Prominente wie Larissa Marolt, Daniela Katzenberger, Carmen Geiß oder Boris-Becker-Ehefrau Lilly einkleidet, eine Portion Pommes Frites mit Ketchup auf die Jacke designt. „Denn in Essen und im Ruhrgebiet gibt es die besten Pommes. Da kann München nicht mithalten“, erklärte Pia Bolte.


Ende vergangenen Jahres hatte der Energiekonzern RWE mehr als 11 000 Stofftiere an hilfsbedürftige Kinder in Weißrussland verteilt. Der Verein „Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder“ übergab die Stofftiere im Namen des Energieversorgers an soziale Einrichtungen in Mogilew, der drittgrößten Stadt des Landes. Die Kuscheltiere wurden im Rahmen der Aktion „E-Oldie on Tour“ gespendet. Mit einem Kabinenroller, umgebaut zu einem Elektroauto, waren Auszubildende der RWE Deutschland für den guten Zweck unterwegs gewesen und hatten in der Region 11 051 Stofftiere eingesammelt. Jedes Stofftier hilft dabei doppelt: Der Konzern spendet für jedes Spielzeug einen Euro an einen gemeinnützigen Verein. „Die Stofftiere haben den Kindern viel Freude bereitet. Wir danken RWE für die Unterstützung“, sagte Andrea Hein, Erste Vorsitzende des Vereins „Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder“.