Stadtgespräch

Eigentlich verbreitete die Rede von Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen beim Neujahrsempfang der Bank in Essen keine rechte Feststimmung. Bei seinem Auftritt in der Philharmonie führte Fitschen durch die Krisenherde der Welt – von den aktuellen Terrorakten in Frankreich über Russland, Griechenland bis hin zum Nahen Osten – die uns auch noch weit ins Jahr begleiten dürften. Spannend war die Analyse des Spitzenbankers für die rund 400 Gäste allemal, zu denen auch prominente Wirtschaftsvertreter wie Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, und Professor Christoph M. Schmidt, Chef der Wirtschaftsweisen, zählten.


Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger wirkt oft nüchtern und sachlich. Der Top-Manager kann aber auch Gas geben, so wie bei einer Party zum Jahreswechsel, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet. Hiesinger feierte mit Ehefrau Ingrid im Bayerischen Hof in München, wo die Eintrittskarte 350 Euro kostete. Und nach dem Essen wurde dort auf der Dachterrasse mächtig das Tanzbein geschwungen. In Essen mag es der Manager durchaus bodenständig. Zur Weihnachtsfeier kehrt er mit seinen Krupp-Kollegen gerne in der 11-Freunde-Bar in Rüttenscheid ein.


Ein prominenter Besucher schaute in diesen Tagen in seiner ehemaligen Wahlheimat vorbei: Fußball-Weltmeister Mesut Özil, der in jungen Jahren auch für RWE gespielt hat, ließ es sich in der Rütteria Lorenzo an der Skagerrakstraße am Sheraton-Hotel schmecken. Özil und Inhaber Lorenzo Casamonti kennen sich aus Gelsenkirchen, wo der Weltmeister einst spielte und der Wirt ein Restaurant besaß. „Mesut wollte sich unsere Räume hier in Essen mal anschauen“, verriet Lorenzo Casamonti, der auch andere Schalker als Gäste begrüßt.


Berlin und Essen im Gespräch über den Arbeitsmarkt: MdB Dirk Heidenblut traf mit OB Reinhard Paß die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Anette Kramme. Die gebürtige Essenerin, Paß und Heidenblut tauschten sich dabei intensiv über den Jobmarkt in Essen aus.