Stadtgespräch

Nelson Müller kann mehr als nur den Kochlöffel schwingen, auch wenn das für einen Koch mit einem Michelin-Stern immer noch die Hauptsache sein sollte. Der 34-jährige „Schote“-Wirt erfreut regelmäßig bei Veranstaltungen mit beachtlichen Gesangseinlagen und macht auch im Fernsehen bei den Kochshows eine gute Figur. Jetzt hat er erstmals in einem Krimi mitgewirkt, und das sozusagen in seiner Paraderolle: als Sternekoch. In der ZDF-Serie „Der Staatsanwalt“ ist Müller bei der nächsten Folge dabei, die am 16. Januar, 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. „Ein verführerisches Spiel” heißt sie, der Mord an einem Privatdetektiv gibt Staatsanwalt Bernd Reuther (Rainer Hunold) Rätsel auf, ein Drama ums Fremdgehen entfaltet sich. Nelson Müller hat in der Besetzungsliste zwar keinen Film-Namen (nur „Sternekoch“), aber er husche durchaus nicht nur durchs Bild, ließ er wissen. Eine Quote von im Schnitt rund 5,5 Millionen Zuschauern ist so oder so nicht zu verachten.


2015 wird vielleicht ein Jahr, in dem das Thema Schwimmen in Ruhr und Baldeneysee einen Schritt vorwärts kommt. Dass dabei auch immer mögliche Gefahren bedacht werden müssen, demonstrierte 2014 kein Geringerer als der früherer Essener Schwimmweltmeister und heutige Arzt Mark Warneke. In einer jüngst wiederholten TV-Reportage „Unterschätzte Gefahr – so gefährlich ist Schwimmen im Rhein“ hatte Warnecke – mit einem Boot an der Seite – sich für einen Test den Strömungen des Flusses auslieferte und gegen sie angekämpft – weitgehend vergeblich. Beim Versuch von einem zum anderen Ufer zu schwimmen, trieb Warnecke über einen Kilometer ab. Sein Fazit: „Wer beim Baden in Flüssen von der Strömung erfasst wird, hat kaum eine Chance, alleine ans Ufer zurückzuschwimmen.“ Das spricht nicht gegen ein Fluss-Schwimmbad generell, doch es zeigt, dass nur ungefährliche Abschnitte infrage kommen.


Der frühere Bundesvorsitzende der FDP, Wolfgang Gerhardt, spricht beim offiziellen Neujahrsempfang der Essener Liberalen. „Es geht! Ein Plädoyer für mehr liberales Selbstvertrauen“ – mit diesen Worten ist der Vortrag überschrieben, den Gerhardt halten soll. Die FDP lädt am Sonntag, 11. Januar, ein ins Hotel Bredeney. Gerhardt (71) ist heute Chef der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und von 1995 bis zum Jahr 2001 FDP-Bundesvorsitzender. Ihm folgte Guido Westerwelle im Amt.

Als Thyssen-Krupp-Chef muss man wohl damit rechnen, dass öffentliches Tanzen für Aufsehen sorgt. Der „Spiegel“ berichtet jetzt über die Silvesterfeier im Nobelhotel „Bayrischer Hof“ in München, wo Heinrich Hiesinger mit seiner Frau ins Neue Jahr hineintanzte, und das „ausgelassen“, wie es heißt. Dem Magazin war das schon deshalb einen Kurzbericht wert, da Hiesinger sonst immer „nüchtern und streng“ wirke. Naja...
Seit 2009 ist Rudolf Jelinek nun erster ehrenamtlicher Bürgermeister in Essen und bei repräsentativen Anlässen damit erster Vertreter von Oberbürgermeister Reinhard Paß. Am 26. Dezember wurde der Mann aus dem Essener Norden 70 Jahre alt, dafür gibt’s vom OB am kommenden Mittwoch einen Stadtempfang. Herzlichen Glückwunsch!