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Stadtgespräch

13.07.2013 | 00:22 Uhr

In Essen wussten es nur die engsten Freunde, dann erfuhr es die „Bunte“ und ja, es stimmt: Stephan Holthoff-Pförtner und Klaus Sälzer haben geheiratet. Am schönen Tegernsee gaben sich die beiden Essener Rechtsanwälte vor einigen Tagen das Ja-Wort, und heraus kam es vermutlich, weil zwei der vier Trauzeugen auch im tiefen Oberbayern von jedem erkannt werden: Es sind Altkanzler Helmut Kohl und Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Unter den Ehrengästen war auch Kanzleramtsminister Ronald Pofalla, ein alter Freund und beruflicher wie politischer Weggefährte des 64-jährigen Holthoff-Pförtner.

Die Trauung fand statt im Rathaus der Gemeinde Tegernsee, das sehr malerisch nur wenige Meter vom Ufer entfernt liegt. Mit Rücksicht auf den Altkanzler, der im Rollstuhl sitzt, mied man das Trauzimmer und blieb im kleinen Lesesaal für Kurgäste im Erdgeschoss. Helmut Kohl ist seit vielen Jahren Mandant, längst aber auch ein enger Freund, der selbst in schwierigen Familienangelegenheiten den Rat des Essener Anwalts zu schätzen weiß. Klaus Sälzer (54) arbeitet in der Kanzlei seines Lebenspartners, ist außerdem versierter Immobilienentwickler und Geschäftsführer der Essener Hopf GmbH.

In Zeiten, da die CDU über die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe streitet, ist die Hochzeit durchaus ein kleines Politikum – erst recht mit diesem Trauzeugen. Holthoff-Pförtner ist selbst Christdemokrat, war viele Jahre im Rat der Stadt, trug allerdings mit der Essener CDU auch manchen Strauß aus. Der überzeugte Essener Stadtpatriot, dessen Familie seit vielen Generationen in Rellinghausen ansässig ist, ist außerdem Mitgesellschafter der Funke-Mediengruppe, in der auch die WAZ erscheint.

Dass Reinhold Wiesemann die nördliche Innenstadt mit seinem Generationenkult-Haus an der Viehofer Straße voran gebracht hat, ist bekannt. Heute unternimmt der Umtriebige einen weiteren Schritt und eröffnet um 12 Uhr im GeKu-Haus das „Cafe Konsumreform“. „Man muss also nicht mehr in der Mittagspause nach Rüttenscheid fahren, um ein kleines, gemütliches Cafe mit erstklassigem, leicht alternativ angehauchtem Angebot zu genießen“, so Wiesemann augenzwinkernd. Auch Duschen für diejenigen, die mit dem Rad zur Arbeit in die City fahren, seien vorhanden.

Frank Stenglein


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