Das aktuelle Wetter Essen 15°C
Grundwasser

Stadt will direkt mit der RAG verhandeln

28.01.2013 | 19:20 Uhr
Stadt will direkt mit der RAG verhandeln
Anwohner in Karnap werfen der Emschergenossenschaft Versäumnisse beim Abpumpen von Grundwasser vor. Rudi Möller beklagt ständig Grundwasser in seinem Keller. Das Bild zeigt die hoch gestellte Waschmaschine.Foto: MÜLLER, Oliver

Essen.   Bei der Suche nach einer Lösung für die von steigenden Grundwasser-Pegeln betroffenen Hausbesitzer im Essener Norden will die Stadt nun direkt mit der RAG sprechen.

Ein schriftliches Angebot des Bergbau-Konzerns in Herne, mit dem Bau einer Entwässerungs-Drainage in Karnap zu beginnen und sich später über den Kostenschlüssel zu einigen , will das OB-Büro gemeinsam mit dem Umweltdezernat aufgreifen und möglichst zeitnah ausverhandeln. Dabei soll mit der RAG auch über die Kosten-Aufteilung gesprochen werden. Um zu einer schnellen Einigung zu kommen, soll nur das Pilotprojekt in Karnap auf den Tisch kommen. Die Frage, ob die steigenden Grundwasser-Stände auf Sicht auch in anderen Stadtteilen des Essener Nordens für feuchte Keller sorgen werden, will man erst einmal ausklammern.

„Die Probleme in Karnap müssen zeitnah gelöst werden“, appelliert der Karnaper SPD-Ratsherr Guido Reil an Stadt und RAG, sich schnell zu einigen. „Als Vertreter der Grundwasseropfer habe ich immer gefordert, dass endlich direkt über Karnap gesprochen wird. Die katastrophale Lage vor Ort erlaubt keinen weiteren Aufschub. Wenn die Finanzierung steht, könnte der Bau der Drainage noch im Herbst beginnen.“

"Lasst uns endlich anfangen"

Auf keinen Fall dürfe Karnap länger unter dem langwierigen Kostenstreit leiden. Dies habe auch das für Reil enttäuschende Gespräch am 24. Januar zwischen der RAG und dem Land gezeigt: „Bei diesen Verhandlungen geht es um eine Lösung für das gesamte Emschergebiet. Ich glaube nicht, dass da bereits in diesem Jahr eine Lösung gefunden wird.“ Immerhin stehen 840 Millionen Euro zur Debatte.

Bei einer pauschalen Kostenbeteiligung von 50 Prozent müsste die RAG nach NRZ-Informationen noch in diesem Jahr rund 180 Millionen Euro zurückstellen. Allein die Kosten für den gesamten Essener Norden könnten sich leicht auf über 70 Millionen Euro summieren. Dagegen wirken die sechs Millionen Euro für das Pilotprojekt in Karnap geradezu bescheiden: „Darin liegt auch unsere Chance“, sagt Guido Reil. „Lasst uns nur über Karnap verhandeln – und endlich anfangen“

Hans-Karl Reintjens



Kommentare
29.01.2013
00:04
Stadt will direkt mit der RAG verhandeln
von trickflyer | #1

verhandeln....wo es nix zu verhandeln gibt.wie geil ist das denn?

Aus dem Ressort
Ab sofort läuft die Anmeldung für den Vivawest-Marathon
Marathon
Am 17. Mai 2015 fällt der Startschuss für den dritten „Vivawest-Marathon“, der die ausdauerndsten Läufer durch Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck führt. Ab sofort sind die Anmeldelisten geöffnet. Hier ein erster Ausblick auf das Laufereignis mit dem fröhlich mitgehenden Pott-Publikum.
Radfahrer erobern die Einbahnstraßen in Essen-Kettwig
Fahrradverkehr
Überall in Essen dürfen die Radfahrer Einbahnstraßen in beiden Richtungen befahren. Nur die beiden Bezirke im Süden der Stadt machten bislang bei der großzügigen Regelung nicht mit. Das wird sich nun ändern: In Kettwig hat die Stadt schon neue Schilder montiert.
BIZ in der Essener Arbeits-Agentur mit neuem Konzept
Arbeitsmarkt
Das Berufsinformationszentrum in der Agentur für Arbeit am Berliner Platz in Essen hat ein neues Konzept und eine grundlegende Sanierung verpasst bekommen: Künftig sollen auch Erwachsene Infos finden, außerdem gibt es persönliche Beratung beim Schreiben von Bewerbungen.
Ihr Klangkosmos liegt zwischen Manila und Werden
Musik
Verschiedene Spielorte, Künstler und Stilistiken prägen das Gitarrenfestival Ruhr. Die künstlerischen Leiter Thomas Hanz und Carsten Linck planen dafür über manche Grenzen hinweg
Pony tot gefüttert – Grugapark appelliert an die Besucher
Tierhaltung
Im Essener Grugapark ist ein Pony gestorben, weil Besucher es fütterten. Verbots-Schilder und Sicherheitspersonal konnten den Tod nicht verhindern. Immer wieder werfen Gäste Futter – inklusive Plastiktüten – über den Zaun. Jetzt bittet der Tierhof-Leiter alle Besucher um Hilfe.
Umfrage
Am Donnerstag/Freitag kontrolliert beim 7. Blitzmarathon in Essen wieder ein Großaufgebot der Polizei die Geschwindigkeit in der Stadt. Innenminister Ralf Jäger startet die Kontrolle um 7.30 Uhr in Kray. Wenn Sie alle Argumente abwägen: Glauben Sie, dass diese aufwendigen Kontrollaktionen zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr führt?

Am Donnerstag/Freitag kontrolliert beim 7. Blitzmarathon in Essen wieder ein Großaufgebot der Polizei die Geschwindigkeit in der Stadt. Innenminister Ralf Jäger startet die Kontrolle um 7.30 Uhr in Kray. Wenn Sie alle Argumente abwägen: Glauben Sie, dass diese aufwendigen Kontrollaktionen zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr führt?

 
Fotos und Videos
Krayer Serie geht weiter
Bildgalerie
Regionalliga
Margarethenhöhe und Grugapark
Bildgalerie
Luftbilder
Essen von oben
Bildgalerie
Luftbilder