Stadt wehrt sich gegen Schließung

Die Stadt Essen will die drohende Schließung der Notfallpraxen in Borbeck und Rüttenscheid nach den Worten von Gesundheitsdezernent Peter Renzel nicht hinnehmen. Denn der Beschluss der Kassenärtzlichen Vereinigung (KV) Nordrhein zerschlage eine für die Bürger bewährte Struktur. „Die KV Nordrhein gefährdet nicht nur die Patientenversorgung in Essen, sondern auch den Gesundheitsstandort Essen“, so Renzel. Der Dezernent kündigt an, alle Möglichkeiten auszuloten, um die Schließung zu verhindern; dafür habe er ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Essener KV-Kreisstelle, Dr. Michael Hill, und dessen Stellvertreter Dr. Ralph-Detlef Köhn vereinbart.Im Gespräch mit der WAZ erklärte Hill, dass die Essener Kreisstelle an der bewährten Struktur festhalten wolle. Die Vertreterversammlung KV hat jedoch mehrheitlich beschlossen, die Zahl der Notfallpraxen von heute 73 auf 41 zu reduzieren. In Essen sollen zwei der vier Notfallpraxen geschlossen werden. Erhalten blieben dann nur noch die Praxen am Marienhospital in Altenessen und am ehemaligen Lutherkrankenhaus in Steele.