Stadt soll Trinkwasserversorgung übernehmen

In der Stadtwerke-Zentrale an der Rüttenscheider Straße gibt es zur Zeit nur ein Thema: Die geplante Rekommunalisierung des Wassergeschäfts (die WAZ berichtete ausführlich). Am Mittwoch wurden die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung informiert, am Donnerstag tagte der Aufsichtsrat des kommunalen Unternehmens.

In einer Mitteilung haben die Stadtwerke jetzt auch öffentlich Stellung zum Thema bezogen. In der heißt es unter anderem: „Der Rat der Stadt hat in seiner Oktober-Sitzung 2014 die Verwaltung beauftragt, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sichergestellt werden kann, dass der Einfluss der Stadt auf die Trinkwasserversorgung erhalten werden kann.“ Hintergrund seien die in der Europäischen Union geführten Diskussionen, die Trinkwasserversorgung zu privatisieren. „Gerade vor dem Hintergrund möglicher Privatisierungen wird immer wieder diskutiert, wie eine sichere, lückenlose und umweltgerechte Versorgung mit Trinkwasser gewährleistet werden kann.“

Die Stadtwerke teilen weiter mit: „Ein Modell: Das Wassernetz bleibt Eigentum der Stadtwerke und wird an die Stadt verpachtet. Instandhaltung und Verlegung von Wasserleitungen erfolgen weiter durch die Stadtwerke. Entscheidend ist, dass die Stadt die Verantwortung für die Trinkwasserversorgung übernimmt. Das bedeutet ganz konkret: Die Stadt legt die Wassergebühren fest und entscheidet über Investitionsmaßnahmen.“

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE