Stadt lobt Umweltpreis 2010 aus
19.02.2010 | 17:44 Uhr 2010-02-19T17:44:00+0100
Essen.Unter dem Motto: „Essen schmiedet Zukunft“ steht der städtische Umweltpreis 2010. Dabei ist vor allem die Jugend gefragt.
Umweltdezernentin Simone Raskob erklärte zum Auftakt des Wettbewerbs um den Umweltpreis, man habe diesmal bewusst kein spezielles Thema gewählt, um möglichst viele Bürger zur Teilnahme zu motivieren: „Dabei setzen wir vor allem auf die Jugend. Mit ihr müssen heute die richtigen Weichen für die Umwelt von morgen gestellt werden.“
Als Devise eines zukünftigen Lebensstils gibt das städtische Umweltamt die Losung aus: „Besser, anders, weniger.“ Eine einfache Regel besage, dass nur so viele regenerative Ressourcen genutzt werden sollten wie nachwachsen, damit sich auch künftige Generationen versorgen könnten.
Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro
Das Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro wird von den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE) gestiftet, voraussichtlich soll es wieder drei Preisträger geben. Vorgeschlagen werden können Bürger-Projekte u.a. in den Bereichen Abfallvermeidung, naturnaher Umgang mit Wasser, Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Mobilitätsverhalten, Ideen für ein „autofreies Leben“ und Umweltmanagement.
Zur Teilnahme eingeladen sind Privatpersonen, aber auch Vereine, Bürgerinitiativen, Schulen und Kindergärten sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Die Projekte oder Aktivitäten müssen zwischen dem 1. Januar 2005 und dem 10. September 2010 durchgeführt worden bzw. bis zum 1. Januar 2012 geplant sein. Dabei dürfe es sich aber nicht um reine Schubladenpläne handeln. Eine unabhängige Jury wird die Gewinner aus den Einsendungen ermitteln.
Simone Raskob, EBE-Sponsor Klaus Kunze und Bürgermeister Rolf Fliß versprachen zum Auftakt des Wettbewerbs allen interessierten Teilnehmen: „Wir wollen den bürokratischen Aufwand so gering wie möglich halten.“ Entscheidend sei, „dass Essen Farbe bekennt“.
23:30
Sollte der Umweltpreis tatsächlich über den Gebührenhaushalt finanziert werden, ist das nicht rechtens.
Denn Gewinne, die EBE über Müllgebühren erzielt müssen den Gebührenzahler zurück gezahlt werden.
Denn es hier gilt, Gebühren müssen KOSTENDECKEND berechnet werden. Überzahlungen werden erstattet.
22:41
Umweltpreise sind Pillepalle und dienen nur der Selbstdarstellung bzw. Ablenkung vom eigentlich Gebotenen. Mit einem funktionierenden Nahverkehr im Revier könnte man sich Umweltzonen und allen anderen Klimbim sparen.
21:26
Hey ihr, vor allem #1:
Schon mal überlegt, dass der gestiftete Nutzen der teilnehmenden Beiträge summiert mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit höher sein wird als diese 10.000 Euro, in finanzieller und ökologischer Hinsicht?
Schaut doch mal auf die Internetseiten anderer Städte, die solche Wettbewerbe oder Preise schon länger haben. Nicht selten übersteigen die Einsparungen von - je nach Beitragsart - z.B. Strom bei einzelnen Teilnahmeprojekten das ausgelobte Fördergeld um ein vielfaches.
Es ist so ein schauerliches Gesellschaftsphänomen derzeit... sobald für IRGENDWAS Geld ausgegeben wird, ist das schlecht und sollte nicht geschehen oder zumindest in irgendwas anderes gesteckt werden - ganz EGAL worum es geht und wie viel zurück kommt.
Und dazu noch mal schnell vorrechnen, wie viel irgendwer da oben verdient und man selber hat ja weniger... oh Mann, es nervt so. Es fehlt außerdem noch ein Kommentar in dem die Worte Stadion und Hesse vorkommen...
18:47
Bei der Aufzählung Geschäftsführerbezüge 2008,
des Spendierhosenträgers Kunze fehlt
seine Tätigkeit für die EVV. Die EVV- Arbeit wurde mit 17.249,00 Euro honoriert.
Es wäre zu schön, wenn der Genosse Klaus Kunze
auf ein Teil des Geldes verzichten würde und der Stadt Essen
den ausgelobten Umweltpreis 2010 stiftet.
Es sei darann erinnert, schließlich hat er seine Geschäftsführertätigkeit bei der EBE,
seiner damaligen Tätigkeit, als erster Zuarbeiter des SPD Oberbürgermeister Reuschenbach und der damaligen SPD Rats-Fraktionsmehrheit zu verdanken.
12:56
@#1: Sie stellen genau die richtige Frage. Das gleiche gilt für diverse andere Sponsoringaktivitäten, deren Profiteure sich dann rühmen angeblich ganz ohne öffentliche Gelder auszukommen.
19:06
Die Stadt Essen hat kein Geld.
Aber der EBE Sponsor Klaus Kunze
greift mal eben in die Portokasse
und stiftet 10.000 Euro für einen neuen Umweltpreis.
Und wer spendiert die 10.000 Euro letztendlich,
der Müllgebührenzahler,
der Wohnungsmieter und der Hauseigner.
Oder sollte der Geschäftsführer Klaus Kunze
von seinen Geschäftsführerbezügen 2008,
bei der EBE von 154812,46 Euro
und EVB 14467,74 Euro
die 10.000 Euro abgezweigt und
der Stadt Essen für den Umweltpreis
gestiftet haben?.