Stadt Essen will die Einbürgerung von Neudeutschen künftig feiern
27.05.2011 | 10:06 Uhr 2011-05-27T10:06:00+0200
Essen.Essen will die Einbürgerung für Neudeutsche künftig feiern, wie es in Nachbarstädten wie Mülheim oder Duisburg längst üblich ist. Die erste Feier soll am 14. Juli im Rathaus stattfinden. Offen ist noch der Umgang mit der deutschen Nationalhymne.
Spät, aber sie kommt: Die Einbürgerungsfeier für Neudeutsche. Was in Nachbarstädten wie Mülheim oder Duisburg längst zum guten Ton gehört, holt Essen nach. Laut NRZ-Informationen ist die erste offizielle Einbürgerungsfeier für den 14. Juli im Rathaus vorgesehen. Daran teilnehmen wird auch Oberbürgermeister Reinhard Paß . Außerdem wird die deutsche Nationalhymne im Rahmen der Feierlichkeiten zu hören sein.
Was die Verwaltung nach eigenem Bekunden noch nicht geklärt hat, ist die Frage, ob dem „Lied der Deutschen“ nur gelauscht wird oder ob dessen Zeilen aus der Feder von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben auch mitgesungen werden. Und wie nach jedem Spiel der Fußballnationalmannschaft wird auch in diesem Fall die Frage diskutiert: Muss Mitsingen Pflicht sein oder nicht?
„Allein aus pädagogischer Sicht bin ich gegen Zwang“, sagt Burak Copur , migrationspolitischer Sprecher der Grünen. Gleichwohl begrüßt der 34-jährige Ratspolitiker die Pläne der Stadt, in Sachen Willkommenskultur dem Beispiel anderer Städte zu folgen. „Essen ist auf diesem Feld Schlusslicht“, sagt Copur.
Ungeteilte Zustimmung
Generell treffen die Pläne für eine feierlichere Atmosphäre beim Einbürgerungs-Zeremoniell bislang auf ungeteilte Zustimmung. Schließlich mache es einen Unterschied, ob jemand einen Führerschein beantragt oder die Staatsbürgerschaft des Landes, in dem er dauerhaft leben möchte. Die angehende Pflegehelferin Monty Patricia Soumahoro sieht das jedenfalls so. Sie hat in der Volkshochschule (VHS) am Burgplatz für den Einbürgertest gepaukt, gezahlt – und bestanden. Nun wartet die 34-jährige, die aus der Elfenbeinküste nach Essen immigrierte, auf die letzten Formalitäten, die ihr den Weg zur deutschen Nationalität frei machen. Nach dem Motto: „Wo man singt, lass dich ruhig nieder“, versichert Soumahoro: „Natürlich würde ich singen. Ist doch blöd, wenn man Deutsche werden möchte und nicht die Hymne singen kann.“ Dass es gebürtige Deutsche gibt, die das nicht können, mag sie kaum glauben.
„Mit Singen allein ist es nicht getan“, mahnt Günter Hinken. An der VHS ist er zuständig für Einbürgerungskurse und wünscht sich, dass man „den Menschen nicht nur die Strophen in die Hand drückt, sondern ihnen auch die damit zusammenhängende Werte im Text der Hymne, wie den der Freiheit, vermittelt.“ Ohne diese „Nachhilfe“ bleibe das Absingen des Deutschlandliedes nur ein bürokratischer Akt.
Duisburg und Mülheim überlassen es den Eingebürgerten selbst, ob sie mitsingen wollen oder nicht. In Essen ist es aktuell noch so, dass die Einbürgerungsurkunden in einem speziell hergerichteten Raum der Ausländerbehörde übergeben werden. Bis Donnerstag war das in diesem Jahr bei 512 Menschen der Fall. 2010 wurden insgesamt 970 Menschen eingebürgert – und zwar sang und klanglos.
17:35
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:07
Naja,
kann jeden gut verstehen, der die Hymne nicht singen will, (ich find die gräßlich, schon immer)
wir stehen ja schon am Hindukusch und morgen gehört uns die ganze Welt.
Aber ganz ehrlich, ein gibt bessere Melodien, als die für den alten Kaiser Franz von Hadyn. Mir hat die Becherhymne besser gefallen. Wenn wir damals wirklich Wiedervereiningung anstelle von Einkassieren gemacht hätten, dann hätten wir die Chance gehabt die paar guten Dinge der DDR bei uns zu integrieren, aber schon mit den Ossis haben wir bei Intergration aufs falsche Pferd gesetzt und eine Integration vergeigt.
15:06
Das der Copur den neuen Deutschen die Nationalhymne nicht aufzwingen möchte, hat vermutlich was damit zu tun, dass er selber diese nicht singen möchte!?? Oder??
Naja, jedenfalls bin ich der Meinung, dass man falsche Forderungen den Einzubürgernden stellt. Mit dem sogenannten Einbürgerungstest und die darin enthaltenen Fragen, werden in keinster Weise die wahre Absicht des Einbürgerungsbegehrens beantwortet.
Wenn man heute den bereits eingebürgerten Neudeutschen die Pflicht stellen würde, dass diese sich mit der Einbürgerung dazu auch! bereit erklärt haben im Kriegsfalle für ihr neues Land ggf. mit ihrem Leben zu verteidigen, so werden wir danach die freiwilligen Rückgaben der deutschen Staatsbürgerschaften verfolgen können.
Zu einer Einbürgerung in ein neues Land, gehört die innerliche Anerkennung zu diesem Land zu stehen, sich mit diesem Land zu identifizieren. Eine Nationalhymne sollte dieses Gefül dann auch wiedergeben können.
Doch liebe Leute, seit mal Ehrlich. Haben wir nicht alle ein komisches Gefühl, wenn die deutsche Nationalmannschaft vor einem Länderspiel die Nationalhymne singt und mehr als die Hälfte der Mannschaft nicht die Lippen bewegen!? Singen sie innerlich aus dem Herzen?
Wenn Ihr weiterhin diesen Menschen durch eure Stimme diese falsche Politik erlaubt, dürft Ihr euch auch nicht über das Ergebnis dieser wundern!
Herr Burak Copur, es wäre im Sinne eines Vorbildes, wenn Sie eine CD oder Video veröffentlichen würden, worin Sie beispielhaft für einen gelungenen Neudeutschen Ihre neue deutsche Nationalhymne singen! Falls Ihnen die Kosten hierfür zu teuer sind und Sie diese nicht aufbringen können, so bitte ich Sie dies als Vorschlag in die jeweiligen Gremien (Integrationsrat, Integrationsausschuss,..usw.) zu tragen. Ich denke für solche beispielhafte Maßnahme wird man eine große Unterstützung finden, -wenn man es denn will Herr COPUR!!!-
..
13:41
Ich dachte, wir hätten den 01. April.
23:26
Neudeutsch Ja; aber bitte auch wirklich integrieren. nicht nur absahnen, sich auch anpassen.
20:09
Wer nicht singen will, hat hier nix verloren.
18:12
Armselig die Kommentare.
Ein bischen staatsbürgerliche Gemeinsinn sollte schon sein, da gehört ein wenig Zeremoniell gehört dazu.
Aber meine Tochter hat Alter von ein ppar Wochen schon ihre Steuernummer für ihr Leben in Deutschland bekommen, das können wir perfekt.
17:26
In den 60´er wurden die ersten Gastarbeiter auch gefeiert, und heute versucht man die loszuwerden.
Feiert mal schön!
13:21
wie schon geschrieben alles unnötig
kein geld für so eine sache.
09:45
Nicht zu vergessen ist , dem Neudeutschen Michel auch das Deutsche Grundgesetz zu überreichen.