Stadt Essen trauert um Oberstadtdirektor a.D. Kurt Busch

Essens ehemaliger Stadtdirektor Kurt Busch auf einem Archivbild 1995. .
Essens ehemaliger Stadtdirektor Kurt Busch auf einem Archivbild 1995. .
Foto: uvb / NRZ
Was wir bereits wissen
Mehr als 5000 Tage stand Kurt Busch als Oberstadtdirektor an der Spitze der Essener Verwaltung – länger als jeder andere. Im Alter von 85 Jahren ist er nun gestorben.

Essen.. Die Stadt Essen trauert um Kurt Busch. Der ehemalige Oberstadtdirektor ist am Silvestertag im Alter von 85 Jahren gestorben. Fast 5000 Tage stand Kurt Busch an der Spitze der Essener Stadtverwaltung – länger als jeder andere vor und nach ihm.

Der Sohn eines Lokomotivführers aus dem westfälischen Bünde war nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und diversen Zwischenstationen im Öffentlichen Dienst unter anderem als Oberstadtdirektor in Göttingen 1982 vom Essener Rat einstimmig gewählt worden. Oberbürgermeister Thomas Kufen würdigte Busch in einer Traueranzeige als treibende Kraft bei der Bewältigung des Strukturwandels. Buschs Wirken habe sich keineswegs auf die Führung der Stadtverwaltung beschränkt. Mit festen Grundsätzen sei er auch gegenüber der Kommunalpolitik aufgetreten. Busch galt durchaus als streitbar, sein Verhältnis zum damaligen OB Peter Reuschenbach (1984 - 1989) war, wie er selbst einmal einräumte, schwierig. Mit seiner Partei, der SPD brach Busch nach mehr als 43 Jahren 2002 im Streit um vermeintlich offene Beiträge.

Mit Erreichen seines Pensionsalters hatte Busch 1995 Abschied aus dem Rathaus genommen. Der Stadt Essen, die seine Heimat geworden war, blieb er auch im Ruhestand treu. Busch führte die Geschäfte des Verbandes der Kommunalen Aktionäre und engagierte sich in Ehrenämtern unter anderem für das Haus der Technik, für Essens Orchesterakademie und für die Stiftung Alte Synagoge. (schy)