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Schulentwicklung

Stadt Essen denkt daran, Gesamtschule Süd zu reaktivieren

25.02.2016 | 14:00 Uhr
Stadt Essen denkt daran, Gesamtschule Süd zu reaktivieren
Gebäude gilt als bestens geeignet für eine neue Gesamtschule: Die alte „Gesamtschule Süd“ läuft aus, Mitte 2017 gehen die letzten Zehntklässler.Foto: Kerstin Kokoska

Essen.   Einst gescheiterte Schule, die seit 2012 keine neuen Fünfer aufnimmt, könnte wieder auferstehen. Dieser Plan gilt aber als „riskant“.

Bei der Suche nach dem Standort für eine neue Gesamtschule, die 2017 an den Start gehen soll , denkt die Stadt auch laut über einen Plan nach, der auf den ersten Blick grotesk erscheint: Die Idee, die alte Gesamtschule Süd zu reaktivieren, ist nach Angaben von Regine Möllenbeck, der Chefin des städtischen Fachbereichs Schule, „noch nicht vom Tisch“.

Die Gesamtschule Süd an der Frankenstraße litt viele Jahre unter chonisch niedrigen Anmeldezahlen. Seit 2012 bildet sie keine Fünfer-Jahrgänge mehr, läuft schrittweise aus. Im Sommer 2017 werden die letzten Zehntklässler die Schule verlassen haben; es bleibt dann nur noch die gymnasiale Oberstufe. Derzeit sind Schüler aus dem Nixdorf-Berufskolleg (Frohnhausen) an der Frankenstraße provisorisch untergebracht. Nixdorf wird derzeit aufwändig saniert.

Baulich wäre die alte Gesamtschule Süd die ideale Lösung: Das Gebäude habe die passende Größe, außerdem seien zuletzt viele Trakte aufwändig saniert worden, heißt es.

"Neue Gesamtschule errichten"

Doch es sind vor allem zwei Argumente, die einen möglichen Neustart „riskant“ machen, wie es schon im Schulentwicklungsplan heißt: Erstens haftete der Schule lange kein guter Ruf an, was sich jährlich in den Zahlen niederschlug. „Schon die Vorgängerschule, das Stadtwald-Gymnasium, konnte keine Akzeptanz finden“, sagt Ludwig Menke, der Leiter der Gesamtschule Süd. „Das Risiko ist groß, dass das Image so bleibt.“

Ein zweites Gegen-Argument zieht womöglich noch mehr: Ein Standort in besserer Erreichbarkeit aus vielen Stadtteilen, vor allem jenen mit wachsenden Schülerzahlen, würde es einem neuen pädagogischen Team leichter machen, heißt es sinngemäß im Schulentwicklungsplan. Auch Menke findet: „Man muss dort eine neue Gesamtschule errichten, wo derzeit bestehende Schulen viele Kinder ablehnen müssen.“ Das wären dann vor allem die Stadtmitte sowie der Essener Norden.

Ob dort aber passende Gebäude gefunden werden können? Im Mai soll die Entscheidung der Schulverwaltung stehen.

Martin Spletter

Kommentare
25.02.2016
15:11
Stadt Essen denkt daran, Gesamtschule Süd zu reaktivieren
von katherina45 | #1

Dieser Standort bietet sich mehr als jeder andere an.

Zum einen ist das Gebäude erst kurz bevor beschlossen wurde, die Schule auslaufen zu lassen,...
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1 Antwort
Im Artikel steht was Anderes
von eimerweise | #1-1

Eine Gesamtschule wird dringend im Norden der Stadt benötigt, das schliesst den Stadtwald als Standort bereits aus - dort fehlt keine Gesamtschule. Auch bisher mussten die meisten Schüler mit S-Bahn, Bus und Bahn lange An- und Abfahrtzeiten in Kauf nehmen. Und die Schadstoffsanierung der Gebäude war wohl unabhängig von der Nutzung unverzichtbar.

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Stadt Essen denkt daran, Gesamtschule Süd zu reaktivieren
Stadt Essen denkt daran, Gesamtschule Süd zu reaktivieren
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/stadt-essen-denkt-daran-gesamtschule-sued-zu-reaktivieren-id11596338.html
2016-02-25 14:00
Essen, Bildung, Schule, Gesamtschule, Gymnasium
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