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Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue

27.08.2009 | 17:32 Uhr
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue

Essen. Das durch Strafanzeige ausgelöste Ermittlungsverfahren um den Beratervertrag der städtischen Grundstückstochter GVE mit Rot-Weiss Essens Manager Thomas Strunz ist nach nur wenigen Tagen bereits wieder eingestellt.

Wenn sie vor der Entscheidung steht, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten oder nicht, lässt sich nicht nur die hiesige Staatsanwaltschaft ausgesprochen ungern unter Druck setzen. Da gehen schon mal ein paar Wochen ins Land, bevor nach einer von privat lancierten Strafanzeige der vorsichtshalber geöffnete Aktendeckel wieder geschlossen wird. Umso bemerkenswerter, dass die Essener Ermittler beim inkriminierten Beratervertrag der städtischen Grundstückstochter GVE mit Rot-Weiss Essens Manager Thomas Strunz schon nach fünf Tagen einen Haken macht: erledigt.

Schnell zu den Akten

Denn "nach Prüfung der Strafanzeige fehlen tatsächliche Anhaltspunkte für den behaupteten Untreuevorwurf", so heißt es in einer Presseerklärung der Staatsanwaltschaft vom heutigen Donnerstag. Auch für den Vorwurf, mit dem Beraterhonorar hätte die Grundstücksverwaltung Essen GmbH sozusagen auf Umwegen das Managergehalt von Strunz mitfinanziert, gebe es keine Anhaltspunkte: "Das Vorbringen erschöpft sich in der Wiedergabe der bisherigen Berichterstattung über die Vergütung aus dem genannten Beratervertrag", so Oberstaatsanwältin Angelika Matthiessen. Aus veröffentlichten Stellungnahmen der Beteiligten ergebe sich zudem, dass RWE-Manager Thomas Strunz während der Dauer des Beratervertrages an Sitzungen und Besprechungen im Rahmen der Planung des Stadionneubaus teilgenommen habe und das vereinbarte Managergehalt seitens des Vereins gezahlt worden sei. "Gegenteilige Erkenntnisse, die die Aufnahme von Ermittlungen rechtfertigen könnten, liegen nicht vor."

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Dass die Staatsanwaltschaft den Untreue-Vorwurf gegen Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger (CDU) und den GVE-Geschäftsführer Andreas Hillebrand so schnell zu den Akten legt, hängt wohl nicht zuletzt mit dem möglichen Verdacht der Ermittler zusammen, womöglich als Wahlkampfhelfer für wen auch immer missbraucht zu werden. Dafür spricht, dass nach NRZ-Informationen in Essener Politkreisen schon vor zwei Wochen rund war, es würde wenige Tage vor der Kommunalwahl eine Strafanzeige geben. 

Auch gezielte Indiskretionen aus dem RWE- und dem GVE-Aufsichtsrat an überregionale Medien sollten die längst geschilderten Sachverhalte erneut aufkochen und so für die letzten Tage vor dem Wahltermin zum Stadtgespräch machen. Allein, wer da wen in die Pfanne hauen wollte, ist unbekannt. In der CDU wird hie und da kolportiert, womöglich hätten SPD-Kreise OB Reiniger im Visier gehabt. Informierte Christdemokraten dürften es besser wissen, denn GVE-Geschäftsführer Hillebrand ist - Sozialdemokrat. 

Wolfgang Kintscher

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Kommentare
01.09.2009
07:51
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von schloppke | #32

@30:
??
Ich nehme an, mit Meineidler ist die 04er-Bade gemeint. Aber was haben die jetzt damit zu tun?

31.08.2009
13:35
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von rwe86 | #31

palowiak den stadionbeschluss können die nicht zurückziehen. Weil dann die essener fans mitsicherheit auf die barikaden gehen würden und das rathaus stürmen. außerdem wurde bereits angefangen!!

30.08.2009
12:31
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von sascha135 | #30

@29: den großen Durchblick hätten die Meineidler auch gerne - was ihre finanzielle Situation betrifft......

30.08.2009
11:30
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von schloppke | #29

@#28 von sascha135:
Wie gut, daß Sie hier echt den Durchblick haben.
Das beruhigt ungemein...

30.08.2009
01:19
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von sascha135 | #28

So schnell geht das: Strunz gewinnt, Quälix verliert und schon sind die ganzen arroganten blauen (und von Zurheide aufgehetzten) Dreckschleuderer der Marke Trümmerhaufen, Holli, ueberruhr, schloppke usw. hier von der Bildfläche verschwunden. Weiter so., Thomas und weiter so, Quälix!

29.08.2009
11:58
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von schloppke | #27

Was Strunz gemacht hat? Na beraten, wie das Stadion zu bauen ist.
Wer so viele Stadien wie er von innen gesehen hat, der weiß, was dem Kicker wichtig ist. Wo die Schühchen stehen, das Leibchen hängt, wo sein Parkplatz ist...

Aber sonst? Da ja der hehre Anspruch besteht, das Stadion zur allgemeinen Event-Bude zu machen hat TS da sicher auch viel beigetragen... Kenntnisse über Licht, Akustik, Infrastruktur sind bei einem Mann seines Schlages sicherlich im Übermaß vorhanden. Ein wahrer Tausendsassa, das.

Hat der Typ außer Schweinsblasenquälen eigentlich was gelernt?

29.08.2009
02:51
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von Wolfgang Freye | #26

Auch wenn die Staatsanwaltschaft keinen Anfangsverdacht wegen Untreue sieht, stellt sich doch nach wie vor die Frage: Was hat der Trainer und Manager des RWE eigentlich für die 80.000 Euro Beratungshonorar gemacht? Und hätte er als Manager des RWE nicht sowieso mit am Tisch gesessen, um die Planungen für das Stadion einzustielen?
Herr Strunz war nicht gerade erfolgreich als RWE-Trainer, aber anscheinend umso erfolgreicher im Abschluss von Beratungsverträgen. Und die Stadt Essen zahlt.
Der Oberbürgermeister hat eine fast 14 Tage alte Anfrage der linken Ratsfraktion nach den genauen Beratungsleistungen von Herrn Strunz, den Stunden, die er dafür gebraucht hat und weiteren Details bis heute nicht beantwortet. Auch das spricht Bände.

28.08.2009
11:50
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von RWEfreund | #25

#13 hat Recht; TS war kein ordentlicher Fußballspieler, ja ne is klar. über 40 Länderspiele bekommt doch jeder geschenkt.

28.08.2009
00:37
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von palowiak | #24

Ich kann es nicht mehr hören. Fest steht Schuldenstand bei Machtübernahme durch die CDU 1999: 96 Mio. Euro. Schuldenstand nach 10 Jahren CDU (1999 -2009) 1,9 Milliarden (!). Jetzt mal an alle Experten hier: Wer hat die Schulden in den letzten 40 Jahren produziert und was hat die CDU in den letzten 10 Jahren getan? Richtig, sie hat nichts getan, nur die Schulden der Stadt um 20-fache erhöht.! Mit dem Spatenstich wurdet Ihr alle veräppelt, die Bezirksregierung wird den Stadionbeschluss nach der Wahl wieder einkassieren. Eigentlich ist auch nichts passiert, denn es gab ja keinen richtigen Spatenstich. Wie blind und fanatisch kann man denn sein???Die SPD hat bei der gesamten Diskussion nicht einmal gegen da Stadion gesprochen. Aber hier wird ja nur draufgehauen. Da wird vermutet und spekuliert, aber Ahnung haben hier die Wenigsten. Oder kann hier jemand Ross und Reiter nennen, wo sich die SPD gegen das Stadion ausgesprochen hat??? Die CDU hat den Essener Norden in den letzten 10 Jahren austrocknen lassen und hier lassen die Leute sich so blenden. Schade!

27.08.2009
22:27
Staatsanwaltschaft sieht im Strunz-Vertrag keine Untreue
von putsche | #23

Wie hier mit Dreck geschmissen wird um RWE, die handelnden Personen und die Stadt Essen zu diskreditieren, ist schon grosser Sport.
Alle Heuchler sollen doch mal kurz überlegen, weshalb ein Staatsanwalt nach kurzem Aktenstudium das Ermittlungsverfahren erst gar nicht eröffnet ?! Na, klingelts ?! Ja, richtig, weil es nichts zu ermitteln gibt und nur interessierte Gruppen übelste Stimmung machen und an die niederen, eindimensionalen Instinkte der Bürger denken. Das passt vielen Enttäuschten natürlich gut in den Kram, wenn sie mal wieder etwas haben, wo sie so richtig draufhauen können und das ganze korrupte System an den Pranger stellen. Hilft einem sich ein wenig Luft zu verschaffen und hinterher gut zu fühlen. Ist aber nicht wirklich mit der Realität kongruent, sondern läuft komplett neben der Spur. Sich aber die Mühe zu machen selber die Birne anzuschalten, wer hinter den ganzen Intrigen steckt ist aber auch zu anstrengend. Vielleicht hilft es ja dann in Ruhe nochmal die Hinweise der Staatsanwaltschaft aufzunehmen ......., da könnte ja was dran seín ....
Aber dann haben wir ja überhaupt nichts mehr zu nölen .... Och, wie langweilig. Morgen sind es dann halt wieder andere Opfer um meinen Frust abzureagieren.....

Glück auf Essen ! Glück auf RWE !

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