Staatsanwalt fordert Haft für Broelsch
22.02.2010 | 13:10 Uhr 2010-02-22T13:10:00+0100
Essen. Vier Jahre Haft und gleichzeitig drei Jahren Berufsverbot fordert die Staatsanwaltschaft für den ehemaligen Essener Chirurgen Chrisstoph Broelsch. Ankläger Hans-Joachim Koch bescheinigte ihm fehlende Einsicht und eine "Abzocker"-Mentalität.
Koch begann das vermutlich den gesamten Tag dauernde Plädoyer mit der "Spendenpraxis" des Mediziners. Lebensgefährlich erkrankte Patienten, die in Broelsch den "letzten Strohhalm" gesehen hätten, seien für eine schnelle Operation "erpresst" worden, eine Spende in Höhe von rund 7500 Euro zu zahlen. Weigerten sie sich, hätte ihnen ein um Monate aufgeschobener Termin gedroht. Diese Aufforderung hätten die Patienten als Erpressung angesehen, sagte Koch. Sie hätten sich "ihr Leben erkaufen müssen".
Koch ging darauf ein, dass Broelsch trotz der Spenden oft nicht einmal selbst operiert habe. Manchmal sei er auf Dienstreise gewesen, obwohl die Patienten davon ausgingen, er führe selbst das Skalpell im Essener Universitätsklinikum.
Überraschend hatten die Verteidiger am Montag um 11.04 Uhr vor der XXI. Wirtschaftsstrafkammer auf weitere Beweisanträge verzichtet, mit denen sie seit Anfang des Jahres das Prozessende hinausgezögert hatten. Mit ihrem Plädoyer ist an einem weiteren Prozesstag zu rechnen.
15:14
Ich erlaube mir, noch einmal an meinen Kommentar vom 22.02. zu erinnern, nun ist es amtlich, eine Veruteilung mit Bewährung hat es nicht gegeben, die insoweit getroffenen Spekulationen sind obsolet.
15:44
@ 24
Ich weiß ja nicht aus welchen Gründen Sie Deutschland den Rücken gekehrt haben,
ich kann hier nur für mich sprechen und ich bin froh in einem Rechtstaat leben zu dürfen.
Hier wird nämlich (hoffentlich) Recht, ohne Ansehen der Person, gesprochen.
Das heißt egal was ein Mensch ist oder meint zu sein, das Gesetz gilt für alle und jeden.
Auch für gottähnliche Mediziner!!!!
Das mag in einigen Ländern anders sein......, traurig!!
Gut das es in diesen Ländern keine Neidhammel und Dummschwätzer gibt, na,
es gibt sie schon, aber da dürfen die Ihre Meinung nicht äußern.
Schönes Deutschland!!!
14:36
Wenn ich einige Kommentare hier lese, bin ich froh, nicht in Deutschland zu leben.
Ohne die Fakten genau zu kennen, werden Kommentare hier abgegeben, die im Einklang mit der typisch deutschen Neid und Besserwisserkultur stehen. Mein Vater wurde auch von Prof. Dr. Broelsch behandelt und ich kenne ihn als einen Vollblutmediziner, der immer nur um das Wohl der Patienten bedacht war. Er hätte besser getan, wie viele Top Akademiker, Deutschland den Ruecken zu kehren. Denn, wenn es Ihm um Geld gehen wuerde, könnte er ohne Probleme 10 mal mehr im Ausland verdienen.
Ich sehe, die Neidhammel und Dummschweatzer haben in Deutschland noch immer Hochkonjunktur !!!
17:50
Ich tippe auf 11 Monate auf Bewährung.
Bei diesem Strafmaß bleiben die Pensionsansprüche erhalten.
14:48
Es ging nicht um einen makabren Vergleich liebe(r) janbirgit - den Sie im übrigen selbst angestoßen haben. Es ging um die Frage: Bezahle ich im normalen Leben außerhalb einer Klinik etwas was nicht geleistet wurde. Wenn ich ne elektrische Leitung verlegen lasse, und dies macht der Lehrling, dann bezahle ich weder Gesellen noch Meister; erwarte aber selbstveberständlich, dass die Leitung vernünftig verlegt wird. Und dass der Lehrling ggf. mal beim Chef anruft wenn er nicht weiter weiß. Und dass der Meister für die Leistung auch gerade steht. Nur in Broelschs Klinikum, wo ja auch 150 ausländische Patienten angeblich umsonst operiert wurden, da gilt das nicht? Lächerlich.
14:44
Ja, janbirgit. Selten hat jemand das Vertrauen mehr und nachhaltiger verspielt wie Prof. Broelsch.
14:28
Wie viel Vertrauen der tolle Broelsch in seine Teams steckte sieht man ja an der Reaktion auf die Aussage des Dr. (jetzt Prof.) Malago,
der sich wohl auch wegen des unlauteren Verhaltens des Herrn B. aus Essen verabschiedet hat und nun selbst ein angesehener Professor ist.
Da sagte B. nämlich: „Herr Malago hat immer noch nicht begriffen, dass es in Deutschland seit 1998 keine Privatstationen mehr gibt.”
Wie kann man, nur weil ein früherer Kollege nun die Wahrheit spricht, ihn so abqualifizieren? Geht man so mit Teamkollegen um?
Mir kam Herr Malago in unseren Gesprächen nicht so vor als wäre er schwer von Begriff!
Eher das Gegenteil war der Fall!!
Dies konnte ich aber nur feststellen, da Dr. M. auch ohne den Nachweis einer privaten Versicherung bereit war Gespräche mit uns zu führen.
Soweit ist es bei Herrn B. nicht gekommen.
Und klar reisen Menschen aus dem nahen Osten und anderen Ländern zu uns nach Deutschland, wenn ihnen Schnupper OP´s von Herrn Broelsch versprochen werden,
die nicht nach dem deutschen Gebührensatz abgerechnet, da „frei verhandelt“ wurden.
(siehe Bericht „Gerne auch Bares)
Aber egal ob Lehrling, Doktor oder Professor:
Bestechlichkeit, Betrug (in besonders schweren Fall), Nötigung und Steuerhinterziehung sind Straftaten und müssen demnach auch vor Gericht gebracht werden.
10:14
Ein makaberer Vergleich Lehrling und Facharzt.
Das Vertrauen welches Professor Broelsch in seine exellenten hochbegabten Teams hatte,war doch der Grund für die Qualität die geleistet wurde man nennt es auch Teamwork.Ein Grund warum die Menschen von weit her gereist kamen nach Essen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=52325
21:52
Es ist Erpressung, liebe(r) Janbirgit, wenn ein Arzt sagt, sie müssen schnellstmöglich operiert werden, das geht aber nur gegen eine hohe Spende weil sie als Kassenpatient zu spät dran kommen und nicht operiert werden.
Um Transplantationen ging es im Prozeß auch kaum. Es ging um Flüge nach China, während er angeblich im OP war.
Übrigens: Bei mir wollte mal ein Elektromeister Gesellenstunden abrechnen obwohl sein Lehrling da war. Habe ich nicht bezahlt.
Das wa wohl was Staatsanwalt Koch mit Zuständen wie am Bau meinte....
Sollte in einer Klinik, die von Beamten geführt wird, lieber nicht sein.
Und es ist Steuerbetrug wenn man massenhaft Einnahmen nicht versteuert.
19:22
Richtig
Hätte auch überall Chefarzt vorschreiben können
Nur die wenigsten Klempnermeister verrichten selber ihre Dienstleistungen,stehen halt nur in der Verantwortung Gewährleistung,für ihre Mitarbeiter.
Ausserdem wer erledigt die anderen Arbeiten eines Chefarztes wenn ..eine.. Transplantation bis zu 8 Stunden dauert.Schliesslich betreut er eine ganze Abteilung samt aller Patienten.