Spuck-Attacke am Viehofer Platz angezeigt

Es passierte am helllichten Tag, Tatort ist der U-Bahnausgang Viehofer Platz. „Der unbekannte Mann hat meiner Mutter völlig grundlos ins Gesicht gespuckt“, empört sich die 18 Jahre alte Schülerin Sherin O. aus Steele. „Er hat uns als ‘Dreckspack’ beschimpft.“

Ereignet habe sich die Spuck-Attacke am Dienstag gegen 14 Uhr. Da saßen Mutter und Tochter zusammen auf der Treppe am schmuddeligen Ausgang Schützenbahn, wo sie auf die „107“ in Richtung Gelsenkirchen warteten. „Der Mann kam direkt auf meine Mutter zu, starrte ihr aus nächster Nähe in die Augen und bespuckte sie einfach“, erzählt Sherin. Als die 18-Jährige anfing zu schreien, habe der Unbekannte drohend sein Bein angehoben. „Ich hatte Angst, dass er mich tritt.“ Da sei die verzweifelte Mutter resolut dazwischen gegangen und habe versucht, den Angreifer wegzudrücken. Schließlich sei ein Fahrgast eingeschritten, worauf der Unbekannte Richtung Freistein floh.

Eine weitere Passantin reichte der Mutter oben ein Taschentuch, wenig später traf die alarmierte Polizeistreife ein. Das Präsidium bestätigt, dass die Spuck-Attacke angezeigt wurde. Auch der Staatsschutz ist eingeschaltet. Die Opfer sind libanesischer Herkunft und sehen einen fremdenfeindlichen Täter am Werk. Der mutmaßliche Angreifer wird so beschrieben: 20 bis 25 Jahre alt, ca 1,80 bis 1,85 Meter groß, schlank, rotblondes Haar, Kinn- und Oberlippenbart, orangefarbene Sweatjacke. Die Polizei erbittet Hinweise ( 8290), auch der Zeuge, der den Frauen zur Hilfe kam, möge sich melden.