Sportverband hat sich aufgelöst

Es war der letzte Versuch, den Kettwiger Sportverband sauber abzuwickeln. Noch einmal hatten der Vorsitzende Heinz-Willi Luhnen und sein Stellvertreter Armin Rahmann die Mitgliedsvereine eingeladen, um die Auflösung des Dachverbandes form- und fristgerecht über die Bühne bringen zu können „Ich bin froh, dass es jetzt endlich geklappt hat“, sagt Rahmann.

Seit mehr als drei Jahren will man das Thema vom Tisch haben - doch immer waren zu den anberaumten Versammlungen zu wenig Vertreter der Mitgliedsvereine gekommen (wir berichteten).

Laut Satzung muss die Hälfte der Mitgliedsvereine anwesend sein. Jetzt hat es geklappt - elf von 14 Vereinen waren im Alten Bahnhof vertreten. Der KSV 70/86, die Boulegemeinschaft Kettwig, der FSV Kettwig, die Kettwiger Tennisgesellschaft, der Schwimmverein 07, die Kettwiger Rudergesellschaft, Baek-Ho Kettwig, der Kanu SC, die Goose-Necks, Vertreter des Versehrtensports und des Lauftreff Kettwig 2000 stimmten allesamt für die Auflösung des Vereins.

Damit ist der Dachverband Geschichte. Rahmann und Luhnen wurden zu Liquidatoren gewählt - ihnen obliegt es, letzte Schritte zur Auflösung des Sportverbandes zu unternehmen. Das Vereinsvermögen wurde unter den Mitgliedsvereinen aufgeteilt. Und auch für den Restbetrag von rund 900 Euro fand man eine Verwendung. Nach Abzug der Abwicklungskosten wird die Kettwiger Initiative Sportplatz (KIS) den Rest erhalten.

Ein gutes Signal, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn auf den Schultern der KIS-Verantwortlichen lastet eine Menge. Das Team um Gunther Paas vom FSV Kettwig und Heinz Hahn, der die Interessen der Leichtathletik vertritt, drängt auf die Sanierung der maroden Sportanlage an der Ruhrtalstraße.

Während sich die Nachbarn DJK BW Mintard und SC Werden-Heidhausen über moderne Sportanlagen mit Kunstrasenplätzen und - wie in Werden - proppere Leichtathletikanlagen freuen können, sieht es in Kettwig so aus: unzeitgemäße, schlecht drainierte Ascheplätze, eine Naturtribüne mit Stolperfallen, defekte Leichtathletikanlagen. Eigenleistungen sind eingeplant - aber KIS braucht Hilfe. Von der Politik, von Sponsoren.