Sportscheck schließt Filiale an der Limbecker Straße

Der Sportfachhändler Sportscheck schließt zum Jahresende seine Filiale an der Limbecker Straße. Foto: Jörg Schimmel / Funke Foto Services
Der Sportfachhändler Sportscheck schließt zum Jahresende seine Filiale an der Limbecker Straße. Foto: Jörg Schimmel / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Rückschlag für die Limbecker Straße: Der Sportfachhändler Sportscheck schließt zum Jahresende seine Essener Filiale. Die Verkaufsfläche war zu groß.

Essen.. Der Sportfachhändler Sportscheck schließt zum Jahresende seine Filiale an der Limbecker Straße. Man sei mit der „Performance in Essen immer zufrieden gewesen“, betont Stefan Herzog, Mitglied und Sprecher der Geschäftsführung. Doch das Sportkaufhaus mit seinen 5500 Quadratmetern Verkaufsfläche sei zu groß gewesen, um es wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben.

Es habe daher Gespräche mit dem Vermieter gegeben, der dem Unternehmen aber nicht entgegengekommen sei. Da der Mietvertrag nun auslaufe, habe man sich entschieden, diesen nicht zu verlängern, sagt Pressesprecher Mathias Krenski.

Einige der Angestellten und Auszubildenden sollen im kommenden Jahr in den Sportscheck-Filialen in Köln und Mönchengladbach beschäftigt werden. Der Standort Mönchengladbach wird zum 26. März vergrößert: Sportscheck wird dort als Ankermierter im neuen Minto-Center eine Verkaufsfläche von 2500 Quadratmeter bespielen.

Zukunft von Sportscheck in Essen ungewiss

Auch in Essen habe man bereits andere Standorte geprüft, die von Format und Frequenz besser gepasst hätten, erklärt Krenski. Gespräche mit der Essener Wirtschaftsförderung habe es bislang aber noch nicht gegeben. Das Unternehmen wolle sich nach zehn Jahren nicht aus der Stadt verabschieden, lege sich aber auch nicht auf Essen fest. „Uns geht es um das Einzugsgebiet, wir suchen daher im ganzen Ruhrgebiet nach einer geeigneten Fläche“, so Krenski. Dabei gelte wie für alle knapp 20 Sportscheck-Standorte, dass man in der Innenstadt und „in einer 1 a-Lage“ vertreten sein wolle.

Einzelhandel Essen sei als attraktiver Standort „weiter im Rennen“. Ob mit dem Ende für die Filiale an der Limbecker Straße zeitgleich ein neuer Standort eröffnet werden könnte, bezweifelt Krenski aber. „Die Vorlaufzeiten für eine Filialeröffnung sind in der Regel länger.“

„Das ist ein Verlust für die Limbecker Straße“

Jürgen Bessel, Vorstandsvorsitzender des Einzelhandelsverbandes Ruhr, bedauert die Schließung: "Mir tut das leid, das Unternehmen hat einen guten Ruf. Das ist ein Verlust für die Limbecker Straße, zumal es nicht leicht sein wird, einen Mieter für eine Fläche dieser Größenordnung zu finden."