Sportbund Essen bangt um neues Domizil

Der Standort Planckstraße der Theodor-Fliedner-Schule in Holsterhausen.
Der Standort Planckstraße der Theodor-Fliedner-Schule in Holsterhausen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Espo muss Ende des Jahres aus dem Hauptbad ausziehen, will in ein altes Schulgebäude in Holsterhausen. Doch diese Pläne werden jetzt durchkreuzt.

Essen.. Wenn voraussichtlich zur Jahresende das neue städtische Hallenbad auf dem Thurmfeld eröffnet wird, ziehen sie im Hauptbad den Stöpsel. Der architektonisch eindrucksvolle Bau an der Steele Straße, dessen Betrieb nur unter strengen Brandschutzauflagen weiterläuft, wird dann endgültig aufgegeben. Nicht nur die Schwimmer müssen dann ihre sieben Sachen packen, sondern auch der Essener Sportbund (Espo).

Auf der Suche nach einem neuen Domizil für das „Haus des Sports“ ist Geschäftsführer Wolfgang Rohrberg bereits fündig geworden und zwar in Holsterhausen. Dort wird die Theodor-Fliedner-Schule an der Planckstraße den Schulbetrieb mit Ende des Schuljahres einstellen. Der Haken: Auch die Sozialverwaltung hat ein Auge auf die Immobilie geworfen. Das Gebäude, so heißt es, könnte bis Herbst diesen Jahres zur Behelfseinrichtung umgebaut werden, für dringend benötigte Plätze für Asylsuchende.

500.000 Euro für den Umbau

Dabei wäre die Schule für die Belange des Espo ideal, berichtet Rohrberg, der die Immobilie bereits gemeinsam mit einem Architekten in Augenschein genommen hat. Inzwischen hat der Dachverband der Essener Sportvereine in einem „Bettelbrief“ Oberbürgermeister Reinhard Paß um Unterstützung gebeten. Rückendeckung gibt es von der Politik. In einem Antrag an den Sportausschuss fordern SPD und CDU die Verwaltung auf zu prüfen, ob das Schulgebäude nebst Turnhalle und Parkplatz den Sport- und Bäderbetrieben übertragen werden könnten, um es dem Espo zu überlassen.

Finanziell baut die Sportverwaltung bereits vor. Für den Umbau sollen 500.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Ob die Rechnung aufgeht? Ausschussvorsitzender Klaus Diekmann (CDU) zeigt sich vorsichtig optimistisch. Hat die Sozialverwaltung die Zahl der zu erwartenden Flüchtlinge doch jüngst nach unten leicht korrigiert. Sollten die Umzugspläne aber platzen, wüsste der Espo nicht wohin. „Dann“, so Wolfgang Rohrberg, „stehen wir ohne Hose da“.