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Spitzenforschung als Chance

28.10.2009 | 13:50 Uhr

Humboldt-Professur ist für den Fachbereich Mathematik der Uni Duisburg-Essen eine große Bereicherung.

Die Freude im Fachbereich für Mathematik der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist groß. Mit Prof. Dr. Marc Levine kommt einer der weltweit führenden Mathematiker auf dem Gebiet der Algebraischen Geometrie an die Ruhr. Am heutigen Donnerstag, 29. Oktober, 15.30 Uhr hält der mit der Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnete Amerikaner seine Antrittsvorlesung am Campus Essen, Hörsaal im Chemie-Gebäude, Raum S07 S00 D07.

Gebhard Böckle ist Dekan im Fachbereich Mathematik. Foto Walter Buchholz

„Für den Fachbereich bedeutet die Humboldt-Professur eine enorme Bereicherung”, sagt Dekan Prof. Dr. Gebhard Böckle. „Es stärkt die Mathematik innerhalb der Universität und hat natürlich auch große Strahlkraft nach außen.”

Dabei arbeiten die Wissenschaftler der UDE bereits seit Jahren intensiv mit Marc Levine zusammen. In den 90er Jahren war der 57-Jährige, der an der Northeastern University in Boston/USA lehrte und forschte, mehrfach als Gastprofessor an der UDE, sowie 2002 als Wolfgang Paul–Preisträger und 2006 als Humboldt-Forschungspreisträger in der Arbeitsgruppe der Professoren He´lene Esnault und Eckart Viehweg.

„Durch diese enge Zusammenarbeit, lag eine Bewerbung um die Humboldt-Professur natürlich nahe”, so Viehweg. Mit der Unterstützung des Science Support Centers der UDE zog der Fachbereich die Bewerbung „stromlinienförmig durch”, so Viehweg. Mit Erfolg: Unter 20 Anträgen wählte die Humboldt-Stiftung Marc Levine als einen der vier diesjährigen Preisträger aus.

Die Alexander von Humbold-Professur wird seit 2008 von der Humboldt-Stiftung vergeben. Im Rahmen des Internationalen Forschungsfonds für Deutschland finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den mit bis zu fünf Millionen Euro dotierte Preis. Ziel ist, herausragende internationale Spitzenforscher aller Fachrichtungen nach Deutschland zu holen, um hier zukunftweisende Forschung zu etablieren. Jährlich können so bis zu zehn ausländische Forscher ihre Arbeit an deutschen Universitäten beginnen.

Die Humboldt-Professur ermöglicht der UDE zudem, zusätzliche Chancen für den Nachwuchs zu schaffen: Der Fachbereich erhält dadurch sechs neue Stellen. Insgesamt arbeiten jetzt im ebenfalls neu geschaffenen „Essener Seminar für algebraische Geometrie und Arithmetik” am Lehrstuhl für Mathematik rund 40 Wissenschaftler zusammen.

Andrea Kleemann

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