SPD und CDU: Sponsoring ist unverzichtbar

Als „unverzichtbar für die Stadtgesellschaft“ bezeichnen die Ratsfraktionen von SPD und CDU das Sponsoring der städtischen Tochterunternehmen. Wie berichtet, arbeiten die Stadttöchter unter dem Dach der EVV derzeit an neuen Richtlinien für den Umgang mit Spenden und Sponsoring. Erklärtes Ziel ist dabei die Schaffung von mehr Transparenz, die Stadttöchter haben aber auch schon angekündigt, dass sie aufgrund der Vorgaben von Stadtkämmerer Lars Martin Klieve ihre Engagement für Sport und Kultur in Zukunft zurückfahren müssen.

Auch in Zeiten knapper Kassen müssten städtische Beteiligungsunternehmen die Möglichkeit haben, als Sponsor für lokale Vereine aufzutreten, fordern nun SPD und CDU. „Viele kulturelle, soziale oder sportliche Angebote für Bürger wären ansonsten nur schwer umsetzbar“, sagt SPD-Fraktionschef Rainer Marschan. Sein CDU-Amtskollege Thomas Kufen erinnert daran, dass Union und SPD bereits im vergangenen Jahr Leitlinien gefordert hätten, „um das Sponsoring der Konzerntöchter transparent zu gestalten und den Handelnden die nötige Sicherheit zu geben“. Kufen, der auch dem EVV-Aufsichtsrat vorsitzt erklärte, „die Unternehmen der EVV sind hier Vorreiter“. Es sei nicht unredlich, wenn Allbau AG, Stadtwerke oder andere als Förderer von Sport- und Kultureinrichtungen agierten, so Marschan. Man müsse mit eindeutigen Leitlinien aus der „gefühlten Grauzone“ herauskommen.