SPD Überruhr lehnt Bebauung der Fläche am Heuweg ab

Überruhr..  Die SPD aus Überruhr spricht sich gegen die Bebauung der Freifläche am Heuweg aus: Kein Gewerbe entlang der Überruhrstraße, lautet die Botschaft. Ortsvereinsvorsitzender Uwe Hesse: „Diese Grünfläche ist immens wichtig als Frischluftschneise.“ Zudem werde in Überruhr aktuell an mehreren Stellen gebaut und weiterer Boden versiegelt. In der Stadt und in unmittelbarer Nachbarschaft in Steele lägen Gewerbekapazitäten brach. „Da brauchen wir kein weiteres Gewerbe in Wohnstadtteil Überruhr.“

Im Regionalen Flächennutzungsplan ist das Heuweg-Areal als Freiraum für Landwirtschaft und als Frischluftschneise für die Essener City ausgewiesen. „Bei unstrittiger zunehmender Erwärmung der Innenstädte wäre eine solche Bebauung kontraproduktiv,“ so SPD-Ratsfrau Janine Laupenmühlen. „Die Kommune selbst erklärte im Rahmen des ,Stadtentwicklungsprozess Essen 2015+’, bei städtebaulichen Projekten auf bessere Umwelt- und Lebenssituationen durch klimatische Ausgleichsräume, Luftleitbahnen und Begrünung zu achten.“

Überruhr sei durch Baumaßnahmen an der Klapperstraße, auf dem früheren Fußballplatz am Hinseler Hof und durch die geplante Bebauung „Sportplatz Mentingsbank“ genug belastet. „Durch ein Gewerbegebiet am Heuweg und das damit erhöhte Verkehrsaufkommen würde Überruhr noch weiter zweigeteilt, als dies die Marie-Juchacz-Straße ohnehin schon bewirkt.“ Vom Gefährdungspotenzial des Verkehrs für Kinder nahe der Bezirkssportanlage ganz zu schweigen. Die versiegelten, bereits als Gewerbe ausgewiesenen, aber nicht genutzten Flächen wie etwa die Steeler Ruhraue sollten – auch mit Hilfe von Investoren – entsiegelt und effizient vermarktet werden, so die SPD.