SPD drängt auf das Klo vor dem Handelshof

Die SPD-Fraktion zeigt sich zwar überrascht von dem Konsens zwischen CDU und Geschäftsleuten für eine öffentliche Toilette auf dem Willy-Brandt-Platz, drängt aber dennoch auf eine schnelle Realisierung des Vorhabens. Ursprünglich stand der Heinrich-Reisner-Platz als Standort für das Not-Klo in Rede. „Uns ist es im Prinzip egal, die Hauptsache ist, dass sich in der Sache schnell etwas tut“, erklärte Jens Gröne, SPD-Ratsherr für die Essener Innenstadt. Die heutigen Zustände seien nicht länger hinnehmbar. Die SPD forderte jedoch, den Denkmalschutz zu beteiligen. Auch die Statik müsse überprüft werden und die Finanzierung gesichert sein.

Wie die NRZ gestern berichtete, hoffen die Geschäftsleute auf eine Lösung bis April. Einige, darunter der Anbieter der Stadtrundfahrten Tigges, haben sich bereit erklärt, sich an den Kosten zu beteiligen und weitere Sponsoren zu suchen. Die Toilettenpläne haben Stadtplaner Hans-Jürgen Best alarmiert: „Ich will die Pläne sehen, schließlich muss ich wissen, ob das unseren Willy-Brandt-Platz verschandelt“, sagte er. Eine öffentliche Toilette direkt vor dem denkmalgeschützten Handelshof sei auch eine Frage der Stadtgestaltung. Best erinnerte daran, dass sich die Stadtplaner bereits mit dem U-Bahn-Aufzug viele Gedanken gemacht hatten, damit er sich in die Umgebung optisch einfügt.