Sowjetische Filmstars drehen in Essen

6. Juni 1985..  In der Prinz-Adolf-Straße in Bredeney bleiben die Spaziergänger stehen: Russische Anweisungen sind zu hören, Scheinwerfer flammen auf, eine Kamera verfolgt einen Personenwagen, der in die Garageneinfahrt einer Villa einbiegt.

Zehn Tage lang drehte ein Team aus Leningrad Teile eines sowjetischen Kino-Spielfilms. Arbeitstitel des aufwendigen Streifens: „Kontakt des Jahrhunderts“. Regie führte Alexandar Muratow. In den Hauptrollen spielten Oleg Borissow und Nikolaj Karatschenzow.

Der Film schilderte die Röhren-Gas-Vertragsverhandlungen um den Bau einer Pipeline von Sibirien nach Westeuropa. Die Parteien: Deutschland und die damalige UdSSR. Der letzte Vertrag dazu wurde im Hauptverwaltungsgebäude der Ruhrgas im November 1981 unterzeichnet. Das Team drehte unter anderem an der Kettwiger Straße, am Rathaus und auf dem Gelände der AEG-Kanis, die die Turbinen für die Pipeline lieferten.

Der Film „Kontrakt veka“ dauert 135 Minuten und feierte noch 1985 seine Premiere.