Sonderbarer Vermerk in den Akten

Die Aufregung um einen drohenden Baustopp im Einzugsgebiet des Rellinghauser Mühlenbachs, hätte nach Einschätzung der Grünen vermieden werden können. Die Verwaltung habe es aber an interner Kommunikation vermissen lassen. Zu dieser Einschätzung kommt Ratsherr Christoph Kerscht nach Einsicht in die Akten. Der Planungsverwaltung warf der Grünen-Politiker im Rat vor, nicht mit offenen Karten gespielt zu haben.

Kerscht war auf einen Aktenvermerk vom 27. November 2014 zu einer Bauvoranfrage des Investors Adams & Partner zu einem Bauprojekt an der Veronikastraße gestoßen. Zwei Tage zuvor war die Debatte über die Folgen eines Baustopps im Rat hochgekocht. Die Stadt hatte die Bauanfrage negativ beschieden, der Investor zog sich daraufhin zurück. Den Wortlaut gab Kerscht wie folgt wieder: „Bitte Stellungnahme der Stadtwerke zur Entwässerungsproblematik als Schwerpunkt formulieren!!!“ Planungsrechtliche Gründe, die ebenfalls gegen die Genehmigung des Bauvorhabens sprachen rückten in der Begründung wie auch in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund. Thomas Rotter (SPD) wies den Vorwurf zurück. Planungsrechtliche Bedenken hätte der Investor heilen können, das Entwässerungsproblem nicht.