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Prozess

Söhne reicher Eltern prügelten sich in Bredeney wegen Kosmetikerin

06.09.2013 | 17:48 Uhr
Söhne reicher Eltern prügelten sich in Bredeney wegen Kosmetikerin
Das Amstgericht in Essen. Amtsrichterin Monique Dreher stellt das Verfahren um die Schlägerei zweier junger Männer ohne Auflagen ein.

Essen.  Der Angeklagte (24) soll seinen Gegner auf der Straße mit Schlägen zu Boden gebracht und getreten haben. „Lass die Finger von J.“, soll er sinngemäß gedroht haben. Das mutmaßliche Opfer (23) wurde vor Gericht von einem bekannten Rapper unterstützt. Einer der Juristen holte sich ein Autogram.

Geprügelt haben sie sich . Es ging um eine junge Frau: blond, Kosmetikerin, 21 Jahre alt. Rou­­tine für das Amtsgericht Essen, hätten sich beide Männer nicht mitten im noblen Essener Vorort Bredeney auf der Straße geprügelt, wären sie nicht Söhne reicher, sehr reicher Eltern.

Der 24 Jahre alte Angeklagte aus Kettwig, Spross eines Autoveredlers, soll am 27. April 2012 seinen Gegner an der Kruppallee angegriffen, mit Schlägen zu Boden gebracht und getreten haben. „Lass die Finger von J.“, soll er sinngemäß gedroht haben.

Wie ein Schläger sieht er nicht aus

Einen Tag später hatte sein Opfer aus Bredeney, 23 Jahre alt und Abkömmling einer Familie mit Firmenfilialen, Anzeige erstattet. Im Gericht ist der Kontrast scharf: Der Angeklagte kommt kernig in Freizeitkleidung, der Jüngere zurückhaltend im Anzug. Die klare Ausgangslage kippte im Vorfeld, weil das mutmaßliche Opfer in der Öffentlichkeit einen Schlagring trug und deshalb 375 Euro Geldstrafe (25 Tagessätze zu 15 Euro) zahlte.

Wie ein Schläger sieht er nicht aus. Dennoch belastet der Angeklagte ihn, den ersten Schlag gesetzt zu haben. Unterstützt wird der 24-Jährige durch die Aussage seines Freundes und Geschäftspartners, der ein so bekannter Rapper ist, dass einer der Juristen sich ein Autogramm holt. Amtsrichterin Monique Dreher stellt das Verfahren ohne Auflagen ein. Beide Seiten sind zufrieden. Der Rapper ist locker. Im Foyer freut er sich, als er seine frühere Jugendrichterin sieht. „Heute bin ich als Zeuge da, nicht als Angeklagter“, versichert der 26-Jährige – wahrheitsgemäß.

Stefan Wette



Kommentare
09.09.2013
07:57
Söhne reicher Eltern prügelten sich in Bredeney wegen Kosmetikerin
von Jakoko | #7

Eure Überschriften schreien aber auch nicht vor sozialer Kompetenz ...

08.09.2013
10:38
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #6

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

07.09.2013
10:50
Söhne reicher Eltern prügelten sich in Bredeney wegen Kosmetikerin
von Mirage | #5

das soziale Milieu ist doch wohl klar erkennbar. Also, ganz offenbar nicht das beste. Aber mal nebenbei bemerkt, die Bürschlein haben sich durch den im Artikel geschilderten Prozess (bzw. durch das armselige Verhalten, das zu jenem Prozess führte) vor der halben Welt lächerlich gemacht. Wer will denn noch mit solch armen Würstchen sozial verkehren.

07.09.2013
09:49
Wie wäre der Prozess wohl verlaufen
von meigustu | #4

wenn das soziale Milieu der Beteiligten ein anderes gewesen wäre ?

06.09.2013
23:02
Söhne reicher Eltern prügelten sich in Bredeney wegen Kosmetikerin
von maxim | #3

Ein paar mehr Fakten bitte! Gehts um Brabus? Und welcher "bekannte" Rapper?

06.09.2013
22:00
Söhne reicher Eltern prügelten sich in Bredeney wegen Kosmetikerin
von moikel | #2

Warum tragen die verwöhnten Jünglinge ihre Streitigkeiten nicht wie früher mit einem Pistolenduell aus? Dann gibt es in jedem Fall einen Taugenichts weniger. Davon abgesehen würde es mich nicht wundern, wenn die Kosmetikerin keinen von beiden will ;-)

Btw: Zensiert die WAZ das Wort ****?

1 Antwort
Söhne reicher Eltern prügelten sich in Bredeney wegen Kosmetikerin
von EinTagEinNick | #2-1

Ja. Das Wort hat einfach zu viele Bedeutungen, und das verwirrt den waz-Leser nur.

http://de.wikipedia.org/wiki/Plack (ohne l)

06.09.2013
19:11
Schlägerei in Bredeney
von gudelia | #1

**** schlägt sich, **** verträgt sich.

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