So grün ist Essen - die Parks und Gärten der Stadt

Im Schlosspark Borbeck spazieren große und kleine Besucher.
Im Schlosspark Borbeck spazieren große und kleine Besucher.
Foto: Olaf Fuhrmann / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Spazieren gehen, picknicken, Fußball spielen, grillen, Sonne tanken: Die Parks und Gärten in Essen sind gut besucht, wenn das Wetter mitspielt. 720 Grünanlagen gibt es in der Stadt. Das Vorurteil von der grauen Ruhrgebiets-Metropole bleibt, was es ist - ein Vorurteil. Ein Überblick über Essens schönste Parks.

Essen.. Über 700 Grünanlagen gibt es in Essen. Das Klischee von der grauen Metropole im Ruhrgebiet, das manch Auswärtiger im Kopf haben könnte, stimmt also nicht. Im Gegenteil: Alleine die Grünanlagen erstrecken sich auf 605 Hektar - umgerechnet entspricht das circa 847 Fußballfeldern.

Essen ist, nach Hannover und Magdeburg, die drittgrünste Stadt Deutschlands. 9,20 Prozent der Gesamtfläche bestehen aus Bäumen, Sträuchern oder Rasenflächen. Keine andere Stadt in NRW hat mehr Grün zu bieten. Dass Essen so grün ist, hat auch mit den vielen innerstädtischen Waldflächen zu tun.

Grünanlagen bedeuten Raum und Luft für die Menschen

Ein Teil des Grüns sind die Parkanlagen. Sie laden zu Spaziergängen ein, bieten Kletter- und Spielabenteuer für die kleinen Besucher, Entspannung und Erholung aber auch Gelegenheit zum Sport für die Erwachsenen.

"Insbesondere die Stadt Essen mit ihrer industriellen Vergangenheit profitiert von den vielfältigen Funktionen, die die Parks und Grünanlagen erfüllen", so Eckhard Spengler, Sprecher der Stadttochter "Grün und Gruga", die unter anderem für die Pflege der städtischen Anlagen zuständig ist. "Grünflächen wie Parks erfüllen eine wichtige Funktion zur Erholung des Menschen. Gerade in Großstädten wie Essen, die zum Großteil dicht bebaut sind, bieten Grünflächen den Menschen Raum und Luft zur Bewegung, Begegnung und Abwechslung."

Parks und Gärten sind gut für Klima und Tiere

Eine weitere wichtige Funktion von Grünflächen sei der Beitrag zum Klimaschutz. "Die Freiflächen und Gehölzstrukturen sorgen für Sauerstoffproduktion, wirken durch Verdunstungskühle als Temperatursenken, filtern Luftschadstoffe und fördern gerade in Großstädten den Luftaustausch zwischen Stadt- und Umlandklima." Zudem würden verschiedene Tier- und Pflanzenarten Rückzugsorte in den Anlagen finden.

Parks haben in Essen eine lange Tradition. So reichen die Wurzeln des Schlossparks Borbeck bis ins 16. Jahrhundert zurück. Eine der jüngsten Grünanlagen ist der Krupp-Park im Stadtteil Altendorf.

Wir stellen einige der zahlreichen Parkanlagen der Stadt vor. Ein Ausflug lohnt sich.

Der Gruga-Park - Spiel, Spaß, Spannung, aber auch Kritik

Weit über die Grenzen der Stadt Essen ist die Gruga bekannt. Zu Beginn der 1920er Jahre war das heutige Parkgelände noch eine Brachlandschaft. Pfingsten 1927 eröffnete der Botanische Garten, im Oktober begannen die Arbeiten für die Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung, kurz Gruga.

Im botanischen Garten des Grugaparks können die Besucher allerlei Pflanzenarten entdecken. Neben Waldtal, Heide und Moor gibt es einen Garten der Sinne, ein Rosenzimmer, einen Mittelmeergarten, eine Dahlien-Arena oder ein Feucht-Biotop. Außerdem zu sehen sind zahlreiche Tiere. Ebenfalls zur Gesamtanlage gehören Sport- und Spielbereiche. Slacklinen, Inlineskaten und Fahrradfahren sind im Park nicht erlaubt.

Die Gruga zieht Besucher aus der gesamten Region an. Auch wegen des umfangreichen Veranstaltungsprogramms. Das kann manchmal ganz schön ausgefallen werden, wie zum Beispiel im Mai 2013, als 848 Menschen den Weltrekord im Bäume-Umarmen aufstellten. Fast an jedem Tag gibt es in der Gruga Veranstaltungen, unter anderem Kunst-Ausstellungen, naturkundliche Führungen oder Konzerte.

So beliebt die Gruga ist, so sehr sorgen sich die Menschen auch um sie. Manche bemängeln, es würde eher eine Pommes- und Eventkultur gepflegt, als sich um den Erhalt der Anlage zu kümmern. Eine Diskussion gab es unlängst auch um die Greifvögel, die in Volieren in der Gruga gehalten werden.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: An den Park grenzt das Gruga-Bad. Fußläufig circa 15 Minuten entfernt liegt die Rüttenscheider Straße mit zahlreichen Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Öffnungszeiten: Die Gruga ist ganzjährig ab 9 Uhr bis zum jeweiligen Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Eintritt: Die Tageskarte kostet für Erwachsene vier Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Kinder zwischen sechs und 15 Jahren zahlen 1,20 Euro, Schüler ab 16 Jahren sowie Studenten 2,50 Euro. Erwachsene zahlen für eine Jahreskarte 29,50, Kinder und Jugendliche von sechs bis 15 Jahren 10 Euro Schüler und Studenten ab 16 Jahren 15 Euro.

Der Weg zum Park: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man unter anderem mit der U-Bahn-Linie 11 bis zur Haltestelle "Messe West-Süd/ Gruga" fahren. Mit dem Auto ist der Grugapark über die A52, Abfahrt Essen-Rüttenscheid oder -Margarethenhöhe, erreichbar.

Der Park der Villa Hügel - herrschaftliches Grün

Wer die Villa Hügel besucht, verweilt unweigerlich in ihrem herrschaftlichen Park, der alleine schon einen Besuch wert ist. Alte Bäume verleihen dem Park seinen Charme. Sie wirken geradezu majestätisch.

Der Park ist auch ein Symbol für den Wandel einer Gesellschaft: Nicht mehr nur Adel und Klerus konnten sich einen eigenen Park leisten. Mit dem Aufstieg der Industriellen im Zuge der Industriellen Revolution wurden zunehmend auch die Unternehmer Gründer von Anwesen samt Parks, so wie Alfred Krupp. Im Jahr 1883 waren der Park und der Wald um die Villa Hügel fertig.

Bis es soweit war, wurde aber ein großer Aufwand betrieben. Denn Krupp ließ teilweise ausgewachsene Bäume aus umliegenden Städten in seinen Park bringen. Dafür wurde ein Gefährt aus der französischen Gartenbautechnik verwendet, mit dem die Bäume aufrecht transportiert wurden. Alfred Krupp wollte noch zu Lebzeiten einen Wald mit großen Bäumen genießen.

Teilweise stehen die Bäume, die Alfred Krupp vor rund 130 Jahren pflanzen ließ, noch heute im Park der Villa Hügel. Wer den Park ungestört genießen möchte kann dies ab dem Sommer wieder tun. Noch bis Juli 2013 sollten in dem Park Renovierungsmaßnahmen an Gebäuden und Zufahrtswegen durchgeführt werden.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: Natürlich die Villa Hügel, in der unter anderem Ausstellungen gezeigt werden. Vom Park aus ist man in circa 15 Minuten am Ufer des Baldeneysees.

Öffnungszeiten: Der Park ist täglich, außer an Weihnachten und am Neujahrstag, von 8 bis 20 Uhr geöffnet. An manchen Tagen wird das Areal wegen Veranstaltungen geschlossen. Besucher sollten sich daher vorher auf der Internetseite der Villa Hügel informieren.

Eintritt: Für Park und Villa kostet der Eintritt fünf Euro pro Person. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Die Jahreskarte kostet seit Beginn 2013 50 Euro.

Der Weg zum Park: Villa und Park haben die Adresse "Hügel 15". Mit der S-Bahn fahren Besucher fast bis vor den Park, von der Haltestelle der S 6 "Essen-Hügel" ist es ein kurzer Fußweg. Mit dem Auto geht es über die A52, Ausfahrt Essen-Haarzopf oder -Rüttenscheid.

Der Stadtgarten - die älteste öffentliche Grünanlage in Essen

Der Stadtgarten ist die älteste öffentliche Parkanlage in Essen. Er geht auf die Initiative von Bürgern im Jahr 1864 zurück. Seit 1881 gehört die Grünanlage der Stadt. Heute ist der Garten die größte Grünfläche im Bereich der Innenstadt.

Auf den Liegewiesen des Stadtgartens können die Besucher entspannen. Hier wird bei schönem Wetter gelegen und gelesen, gespielt und getanzt oder musiziert. Sogar Slackliner spannen ihre Leinen zwischen den Bäumen. Familien nutzen das Grün zum Beispiel zum Picknicken.

Es gibt im Stadtgarten unter anderem einen Teich mit einer bis zu zwölf Meter hohen Fontäne. Im Jahr 2008 wurde der Teich saniert und die Fontäne installiert. Am Ufer des Gewässers im Stadtgarten wurden schon Wasserschildkröten gesichtet. Für Kinder wurden zwei Spielbereiche angelegt. Zudem wurden viele Skulpturen im Park aufgestellt.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: Unmittelbar an den Stadtgarten grenzen das Aalto-Theater und die Philharmonie Essen. Zum Museum Folkwang sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

Der Weg zum Park: Der Stadtgarten liegt zwischen Brunnenstraße, Hohenzollernstraße, Huyssenallee und Rolandstraße. Vom Hauptbahnhof Essen sind es zu Fuß circa zehn bis 15 Minuten. Außerdem halten die Straßenbahnen der Linien 105 und 106 an der Station "Aalto-Theater", die in unmittelbarer Nähe zum Park liegt. Auch mit den U-Bahnen der Linie 11 erreicht man den Park über den Ausstieg an der Station "Philharmonie". Mit dem Auto kommt man zum Beispiel über die A 40, Abfahrt "Essen-Zentrum", zum Stadtgarten.

Der Schlosspark Borbeck - historisches Grün im Westen der Stadt

Der Schlosspark Borbeck ist wohl der älteste Park in Essen. Einige Historiker sprechen sogar von der ältesten Parkanlage im Rheinland. Das Schloss geht auf eine Wasserburg zurück, die im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Ursprünge des Parks werden im 16. Jahrhundert vermutet.

Bis 1803 war das Schloss die Sommerresidenz der Essener Fürstäbtissinnen. Im 16. Jahrhundert wurde der dort befindliche Wald in einen Waldpark verwandelt. Dann folgte die Säkularisation, mit der der kirchliche Besitz an die weltlichen Herrscher überging. Für Schloss und Park war nun die preußische Staats- und Domänenkammer zuständig. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss samt Grünanlage verkauft und ging in Privatbesitz. Erst 1941 gehört es der Stadt Essen als Eigentümerin.

Der Schlosspark hat wie das Schloss eine lange Geschichte. Heute finden sich Elemente des englischen Landschaftgartens, in dessen Stil der Park im 18. Jahrhundert gestaltet wurde, aber auch Spuren der barocken Gartenarchitektur. Leider gingen in der Nachkriegszeit einige historische Elemente des Parks verloren, etwa Wasserspiele, ein Grabmal oder eine künstliche Ruine. Es gibt Überlegungen, einige dieser historischen Bestandteile wieder zu rekonstruieren.

Im Schloss wird unter anderem eine Ausstellung zur Geschichte des Anwesens gezeigt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Außerdem kann man im Schloss auch heiraten - im Trauzimmer standesamtlich und in der Kapelle kirchlich.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: Wer den Schlosspark besucht und noch Zeit und Kraft in den Beinen hat, der kann auf der anderen Seite der Schloßstraße durch die Residenzaue spazieren - eine Wiesenlandschaft mit einem großen Teich. Wer Interesse an der Geschichte von Schloss und Park hat, kann zudem die historische Ausstellung im Schloss besuchen.

Der Weg zum Park: Schloss Borbeck liegt an der Schloßstraße. Unter anderem hält die Straßenbahnlinie 103 an der Station "Schloß Borbeck". Von der S-Bahn-Haltestelle "Essen Borbeck" sind es circa zehn Minuten zu Fuß zum Schloss. Mit dem Auto erreichen Besucher das Schloss unter anderem über die A40, Ausfahrt Mülheim-Winkhausen/Essen-Borbeck.

Frisch saniert zum 100. Geburtstag - der Krayer Volksgarten

Ein Stück Natur zur Erholung für die Arbeiter aus Bergbau und Industrie, das war der Krayer Volksgarten lange Zeit - und ist es vielleicht noch heute. Im Juni 1913, zum 25. Regierungsjubiläum des Kaisers, wurde der Park eingeweiht.

Auch weil er so alt ist, hat er einen besonders wertvollen Baumbestand. Hinzukommen damals wie heute weite Wiesen, die Gelegenheit zum Liegen oder Spielen bieten. Ende der 1970er Jahre wurde der Volksgarten erweitert. Im Laufe der Zeit entstand ein Spielbereich mit Bolzplatz. Heute teilte die A40 die Grünanlage in zwei Teile.

Die jüngsten Sanierungsarbeiten wurden im Juni 2013 abgeschlossen. 133.000 Euro wurden investiert, zum Beispiel in die Renaturierung der Teiche. Aber auch 19 neue Kirschbäume und zwölf Pappeln wurden gepflanzt.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: Zu Fuß dauert es etwa 30 Minuten bis zum Wildgehege Schonnebeck. Fast genauso weit entfernt ist der Landschaftspark Mechtenberg.

Der Weg zum Park: Der Krayer Volksgarten liegt zwischen der Ottostraße, dem Krähenbusch, der Grimberg- und Elsterbuschstraße. Von der Haltestelle der S "Essen-Kray Nord" dauert es circa 15 Minuten zu Fuß bis zum Park. Die Busse der Linie 147 halten an der Station "Elsterbuschstraße" in der Nähe des Parks. Mit den Auto geht es zum Beispiel über die A 40, Abfahrt "Essen-Kray" oder "Gelsenkirchen-Süd".

Einer der jüngsten unter den Grünanlagen Essens - der Krupp-Park

Bergahorn, Vogelkirsche und Rotbuche - noch sind die Bäume im Krupp-Park im Stadtteil Altendorf im Wachstum. Eines Tages, wenn sie ausgewachsen und stattlich sind, sollen sie den Besuchern Schatten spenden. 2009 wurde der nördliche Teil des Krupp-Parks fertig gestellt, der südliche Teil soll folgen.

Auf dem alten Gelände der Kruppschen Gussstahlfabrik entstand ein Park mit fünf Hügeln und einem 9100 Quadratmeter großen See, der bis zu 2,80 Meter tief ist und über Regenwasser gespeist wird. Waldflächen wurden angelegt. Insgesamt wurden mehrere tausend Bäume und Sträucher gepflanzt - und dabei konnten auch die Anwohner mitmachen.

Es gibt im Krupp-Park zudem eine begehbare Lärmschutzwand, einen Seil- und Kletterspielplatz oder Sportanlagen mit Basketball- oder Beachvolleyball-Feld oder eine Skater-Anlage. Ärgerlich ist für viele Besucher des Parks, dass bereits Müll und Graffiti die Grünanlage verschmutzen.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: Zu Fuß ist man vom Krupp-Park aus in circa 25 Minuten in der Essener Innenstadt mit ihren Shopping-Möglichkeiten. Mit der Straßenbahn dauert die Strecke rund zehn Minuten.

Der Weg zum Park: Der Krupp-Park liegt zwischen der Altendorfer Straße und der Pferdebahnstraße. Die Straßenbahnen der Linien 101, 103, 105 und 109 halten unter anderem an der Station "Kronenberg", die in der Nähe der Grünanlage liegt. Die S-Bahn-Station "Essen-West" ist circa 15 Minuten zu Fuß entfernt. Die nächstgelegene Autobahnausfahrt ist "Essen-Zentrum" an der A40.

Der Kaiser-Wilhelm-Park - des Kaisers Namen, des Bürgers Park

Was schenkt man einem Kaiser zum 100. Geburtstag? Vielleicht die Benennung eines Parks nach ihm. 1897 wurde der Kaiser-Wilhelm-Park in Altenessen eingeweiht posthum nach Wilhelm I. benannt. Ganz nebenbei ließ sich so ein Projekt auch viel einfacherer durchsetzen, wenn es einen herrschaftlichen Namen aus der Regentenfamilie trug.

Der Kaiser-Wilhelm-Park war und ist aber ein Volkspark, also für die Bürger der Stadt gedacht. Weitläufige Rasenflächen, ein prächtiger Baumbestand und viele Spielgeräte für Kinder sollen zum Besuch einladen.

2010 erhielt der Park einen neuen Teich mitsamt großer Fontäne. Ebenfalls ein Hingucker ist die fünf Meter hohe Steinskulptur des iranischen Künstlers Oveis Saheb Djawaher, der dafür mit dem Folkwangpreis ausgezeichnet wurde. Die Skulptur steht seit 1988 in dem Park.

In den letzten Jahren waren die Schlagzeilen über den Park oft eher negativ: Nächtliche Raubüberfalle, Bürger, die sich unsicher fühlen, zu viel Müll in der Grünanlage sind nur einige Probleme.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: Zu Fuß ist man in circa 15 Minuten im Helenenpark. Zum Rhein-Herne-Kanal und Emscherpark sind es nur einige Stationen mit der U-Bahn.

Der Weg zum Park: Der Kaiser-Wilhelm-Park liegt zwischen dem Palmbuschweg, der Stankeitstraße und der Waisenstraße. Die U-Bahnen der Linien 11 und 17 halten in unmittelbarer Nähe an der Station "Kaiser-Wilhelm-Park". Mit dem Auto erreicht man die Grünanlage zum Beispiel über die A 42, Kreuz Essen-Nord, die B 224 und die L 448.

Der Hallopark - so viel Rasen am Stück gibt es sonst nirgendwo in Essen

Der Hallopark liegt im Norden der Stadt Essen auf einer natürlichen Erhebung. Ursprünglich geht die Grünanlage auf einen kleinen bewaldeten Hügel im Umfeld des 1899 eingeweihten Kaiser-Wilhelm-Turms zurück. Der Turm wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und später abgerissen.

In den 1970er Jahren entstand der heutige Hallopark. 30 Hektar ist er groß. Davon sind alleine 33.000 Quadratmeter zusammenhängende Rasenfläche. So viel Rasen am Stück gibt es sonst nirgends in Essen. Nicht nur die große Rasenfläche zieht Besucher an, auch der alte Baumbestand oder die Spielbereiche für Kinder.

Am Südeingang des Halloparks steht der "Stein der Republik". Es ist ein Denkmal, das 1929 aufgestellt wurde, und an drei Politiker der Weimarer Republik, Matthias Erzberger, Walther Rathenau und Friedrich Ebert, erinnert.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: Circa 15 Minuten brauchen Besucher des Halloparks bis zur Zeche Zollverein, die mit der dazugehörigen Kokerei seit 2011 Unesco-Weltkulturerbe ist. Zu sehen gibt es dort unter anderem das Red Dot Designmuseum oder das Ruhr Museum.

Der Weg zum Park: Der Park liegt an der Hallostraße. Von der Haltestelle "Im Natt", an der die Busse der Linie 183 halten, sind es circa 7 Minuten zu Fuß. Ebenfalls in der Nähe liegt die Haltestelle "Nikolausstraße" der Straßenbahn-Linie 107. Die Anreise mit dem Auto ist zum Beispiel über die L 452 möglich. Eine der nähstgelegenen Autobahn-Abfahrten ist "Essen-Frillendorf/Stoppenberg" an der A 40.

Steeler Stadtgarten - ein Park für die Bürger damals und heute

Weit über 100 Jahr zurück reichen die Wurzeln des Stadtgartens Steele. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Grünanlage gebaut und diente seit 1911 als Erholungsgebiet für die Bürger Steeles. Der Stadtgarten Steele ist damit der zweitälteste öffentliche Park in Essen.

42 Hektar ist die Grünanlage groß. Das Besondere am Park: Der Stadtgarten Steele liegt circa 40 Meter über dem Ruhrtal. Von verschiedenen Aussichtsstellen im Park können die Besucher den Fluss und das Tal schauen. Neben der Aussicht lockt der Park mit verschiedenen Kunstwerken und Spieleinrichtungen.

Mit der Übergabe des Parks an die Bürger 1911 entstand auch das Stadtgarten-Restaurant. Gastronomie hat damit am Stadtgarten in Steele Tradition. Aufmerksamkeit erlangte der Park im Winter 2012/13 vor allem mit der Diskussion um den angrenzenden Gastronomiebetrieb. Da sich Stadt und alter Pächter nicht einig wurden, hat das Gebäude seit April einen neuen Betreiber, der dort Feiern und Veranstaltungen durchführen will.

Das gibt es in der Nähe zu sehen: Bis zur Ruhr ist es vom Stadtgarten Steele aus nicht weit. Außerdem dauert es circa 15 Minuten zu Fuß vom Park bis zum Grendplatz. Dort kann man die Mariensäule besichtigen.

Der Weg zum Park: Der Park liegt an der Straße "Am Stadtgarten". Zum Steeler Stadtgarten fahren die Straßenbahnen der Linie 103 und 109. Von der Haltestelle "Stadtgarten" sind es nur wenige Minuten bis zum Park. Auch die Busse der Linie 194 stoppen an der Haltestelle "Deimelsberg" in der Nähe des Parks. Wer mit dem Auto kommen will, kann beispielsweise die Abfahrt "Essen-Bergerhausen" der A 52 nehmen.