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Sekundarschule am Stoppenberg in Essen zieht eine erste Bilanz

31.10.2012 | 16:00 Uhr
Sekundarschule am Stoppenberg in Essen zieht eine erste Bilanz
Foto: Ulrich von Born

Essen.  Die Sekundarschule am Stoppenberg meldet einen guten Start in den Schulalltag. Die Bedingungen für die Gründung hier besonders günstig gewesen. „Grundsätzlich ist es ein System, das funktioniert“, sagt die Schulleiterin.

Nach Neuland fühlt sich der Weg zur Sekundarschule am Stoppenberg nicht gerade an. Schließlich ist die „Neue“ eingebettet in das seit Jahrzehnten etablierte Schulzentrum des Bistums – eine eigene kleine Bildungslandschaft mit nunmehr vier Schulen, langer Ganztagstradition und guter Infrastruktur, Schwimmbad inklusive. Diese komfortable Lage dürfte einer der wesentlichen Gründe dafür sein, dass die Verantwortlichen gut zwei Monate nach Beginn des Experiments Sekundarschule vermelden können: Wir sind auf Kurs.

Ein Modell mit Leben füllen

„Grundsätzlich ist es ein System, das funktioniert“, bilanziert Adelheid Bohn. Die frühere Realschul-Konrektorin ist Leiterin der ersten Sekundarschule Essens, die nach den Sommerferien den Betrieb aufgenommen hat. 173 Schüler und 14 Lehrer füllen das von der rot-grünen Landesregierung forcierte Modell mit Leben. „Alle Bildungsmöglichkeiten offenhalten und für jeden Schüler den bestmöglichen Weg finden“, referiert Bohn die Theorie, um gleich die Frage hinterherzuschieben: „Wie funktioniert das?“

Konkret etwa durch den persönlichen „Wochenarbeitsplan“, entlang dessen die Kinder lernen, erklärt Bohn. Oder durch die Stunde „Lernen lernen“, mit der hier jeder Tag beginnt. Weil das System auf individuelle Förderung angelegt ist, müssten die Schüler vor allem üben, eigenständig zu arbeiten, respektive mit Hilfe ihrer Mitschüler.

"Wir erfinden das Rad nicht neu"

Neu ist auch der „fächerverbindende Unterricht“. Mehrere Wochen lang beschäftigen sich die Kinder mit verschiedenen Aspekten des gleichen Themas. „Wir erfinden das Rad nicht neu, sondern schneidern bewährte Ideen auf unsere Bedingungen zu“, so Bohn. Anregungen habe man sich bei bestehenden Sekundarschulen geholt, darunter eine viel gelobte Einrichtung im niedersächsischen Vechta.

Längeres gemeinsames Lernen schön und gut – aber was unterscheidet die Sekundarschule in der Praxis denn nun von der Sekundarstufe I der Gesamtschule? „Wir haben mehr Freiheit als die Gesamtschule“, sagt Bohn. Während die Gesamtschule mit der Einteilung in Leistungsgruppen arbeite, „versuchen wir das in individualisierter Form hinzubekommen“. Die Kinder bleiben im Unterricht im Klassenverband, bekommen für Phasen der Einzelarbeit aber verschiedene Aufgaben.

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Kommentare
02.11.2012
22:35
Sekundarschule am Stoppenberg in Essen zieht eine erste Bilanz
von tho_mse | #1

Und nur für den Fall, dass es nicht ganz so gut laufen würde, dass würde die wehrte Schulleiterin das hier auch ganz bestimmt sagen.

Vielleicht sollte die WAZ mal das Gespräch mit Eltern suchen um zu erfahren wie toll das da wirklich läuft? Um ein ehrliches Stimmungsbild zu bekommen muss man halt mal über den Tellerrand schauen.

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