Seit der Frühschicht trägt auch die Polizei in Essen Blau
22.02.2012 | 08:00 Uhr 2012-02-22T08:00:00+0100
Essen. Mit Beginn des Frühdienstes am Mittwoch um 7 Uhr stellt die Polizei um auf die neuen blauen Uniformen. Die alten grünen Teile werden nicht weggeworfen, sondern für einen guten Zweck gespendet. Nach langem Zwist zwischen Polizeigewerkschaft und Innenministerium wird außerdem eine Wintermütze nachgerüstet.
Bis zur Umstellung am Mittwoch ist das Projekt neue Uniformen einen langen Weg gegangen, und er ist noch nicht zu Ende. Essen ist die 30. Polizeibehörde, die in NRW die Uniformen wechselt, 17 weitere werden noch folgen. Seit 2005 beschäftigt sich die Polizei mit dem Uniformwechsel. Eine Projektgruppe aus Polizeiführern, Gewerkschaften und Experten hatte die Anforderungen an die neue Ausrüstung formuliert und Prototypen herstellen lassen, die zwischen 2007 und 2008 von 1500 Beamten in allen Lagen getestet wurden.
Neu an den Uniformen ist neben der Farbe vor allem: „Endlich gibt es komplette Sätze für den Außen- und den Innendienst“, sagt Polizeisprecherin Tanja Hagelüken. Für den Laien unterscheidbar sind sie an den Mützen: Im Außendienst ist sie weiß, für den Innendienst blau.
Mit der Umstellung verbunden ist insbesondere für die Beamten im Streifendienst der Abschied von der lieb gewonnenen Lederjacke. Die Polizei in NRW wird künftig die einzige in Deutschland sein, in der Lederjacken kein Uniformbestandteil sind. Die Jackengehen wie andere hochwertige Ausrüstungsstücke der alten Uniform an die Bekleidungsstelle zurück; das Landesamt will sie vermarkten. Hemden und Hosen der alten Uniformen spendet die Polizei der Neuen Arbeit der Diakonie.
Zur Außendienstuniform kommt noch eine zweite Wintermütze aus Fleecestoff. Drei Jahre lang hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit dem Innenministerium verhandelt um eine Alternative zu der als „Russenmütze“ geschmähten Kopfbedeckung aus Fell. Im Dezember hatte die Gewerkschaft öffentlich Druck erzeugt und 5000 Wollmützen verteilt. Jetzt kommt die Fleecemütze.
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„Endlich gibt es komplette Sätze für den Außen- und den Innendienst“, sagt Polizeisprecherin Tanja Hagelüken. Für den Laien unterscheidbar sind sie an den Mützen: Im Außendienst ist sie weiß, für den Innendienst blau.
Zitatende.
Und wofür braucht ein Polizist im Innendienst eine mit Steuergeldern angeschaffte Mütze?