Sechs Abgeordnete für Berlin
27.09.2009 | 20:42 Uhr 2009-09-27T20:42:00+0200
Essen. Sechs Abgeordnete vertreten Essen künftig im Bundestag. Die drei SPD-Parlamentarier konnten dabei ihre Wahlkreise trotz des Debakels der Bundespartei verteidigen.
Rolf Hempelmann (SPD, Direktwahlkreis 120): Der 61-jährige Hempelmann, der bereits seit 15 Jahren im Bundestag sitzt, verteidigte den Essener Norden trotz der SPD-Pleite unangefochten. Richtig freuen konnte er sich nicht. „Das ist ein schwerer Schlag”, kommentierte er das bundesweite Ergebnis seiner Partei. „Ich verstehe nicht, warum mit den Liberalen die eigentlichen Krisenverursacher belohnt wurden”, sagte er bitter.
Petra Hinz (SPD, Direktwahlkreis 121): Die 47-jährige Juristin konnte den umkämpften Süd-Wahlkreis zum zweiten Mal in Folge gewinnen. Sie setzte sich gegen CDU-Youngster Matthias Hauer durch.
Anton Schaaf (SPD, Direktwahlkreis 119): Der 47-jährige Mülheimer, der seinen den Essener Stadtteil Borbeck umfassenden Wahlkreis klar gewann, richtete nach dem Absturz seiner Partei den Blick nach vorne. Er plädierte für einen Generationswechsel in Partei und Fraktion und kündigte an, den gescheiterten Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier am Dienstag zum Oppositionsführer wählen zu wollen. Der frühere Müllmann Schaaf, der zu den letzten Arbeitern in der SPD-Bundestagsfraktion gehört, plädierte für eine stärkere Betonung von sozialen Themen.
Andreas Schmidt (CDU, Wahlkreis 119, über Liste in den Bundestag): Der 52-jährige Bundestags-Routinier Schmidt, der eine Weile um seinen erneuten Einzug in den Bundestag zittern musste, freute sich über die Aussicht auf eine schwarz-gelbe Bundesregierung. „Die bietet der Wirtschaft und dem Mittelstand mehr Sicherheit”, sagte er. Schmidt prophezeite: „Es wird einen Aufschwung mit mehr Jobs geben, mit dem dann auch Entlastsungen für die Bürger möglich sind.”
Ulrike Flach (FDP, Wahlkreis 119, über Liste in den Bundestag): Mit ihrem persönlich besten Erststimmen-Ergebnis von 8,5 Prozent ging für die langjährige Bundestagsabgeordnete Ulrike Flach ein rauschender Wahlabend zu Ende. Flach verspricht sich von dem schwarz-gelben Erfolg einen „Richtungswechsel in der Politik” und reklamierte noch am Wahlabend mindestens drei Ministerposten für die Liberalen.
Kai Gehring (Grüne, Wahlkreis 121, über Liste in den Bundestag): Zum zweiten Mal nach 2005 zieht der 31-jährige Rüttenscheider Kai Gehring in den Bundestag ein. Der jugend- und hoschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion war so gut abgesichert, dass er um sein erneutes Mandat nicht hatte zittern müssen.
06:58
WAZ : Sie setzte sich gegen CDU-Youngster Matthias Hauer durch.
Youngster Matthias Hauer ? habe ich was verpasst. Also wenn ich mir so die Wahlplakate anschau, wie sehen dann die Oldies der Partei aus?