Schwester Teresina ist 100

Altenessen..  Ihre Heimatgemeinde St. Johann Baptist an der Johanniskirchstraße in Altenessen hat Helene Ellebracht nie vergessen, obwohl sie bereits 1947 das Land verließ und in die Mission nach Kolumbien ging. Auf jedem größeren Fest und Basar wurde für die Ordensschwester gesammelt. Jetzt beging Schwester Teresina ihren 100. Geburtstag. Die Gemeinde feierte zu ihren Ehren einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johann Baptist. Schwester Teresina wurde im Mai 1915 als Helene Ellebracht in Altenessen geboren. Sie engagierte sich schon in ihrer Jugend in der Pfarrgemeinde. Nach dem Besuch der Volksschule in der Bruckmannstraße und der Handelsschule trat sie am 1. Oktober 1936 in den Orden der Schwestern vom armen Kinde Jesu in Simelveld (Niederlande) ein.

1936 dem Orden beigetreten

Hier war sie bis Juni 1947 tätig und absolvierte eine Musik- und Lehrerausbildung.

Wegen einer namentlichen Verwechslung reiste sie im Sommer 1947 nach Kolumbien, wo sie ein Internat und das Noviziat leitete. 20 Jahre später wurde die Altenessenerin zur Provinzoberin gewählt. Unter ihrer Leitung wurden viele neue Projekte gestartet, um die Not besonders der armen Kinder zu lindern. Erziehung und schulische Ausbildung waren immer ihr besonderes Anliegen.

Zur Zeit werden etwa 4500 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Einrichtungen betreut, von der Säuglingsstation über Kindertagesstätten und Schulen bis zu Internat und Arztpraxis.

Schwester Teresina, die heute in einem Altenheim der Schwestern wohnt, hält noch immer einen engen Kontakt zu ihrer Heimatgemeinde. Sie hat sich von der aktiven Arbeit zurückgezogen, nimmt aber noch regen Anteil am Geschehen und interessiert sich für Nachrichten aus ihrer Heimat.

Aus ihrem Familienkreis heraus hat sich der gemeinnützige Verein Kolumbienhilfe – Schwester Teresina gegründet. Er hat u. a. die Patenschaft für die Schule Sagrado Corazon in Belen, einem Armenviertel in Bogota, übernommen.